Traumerinnerung

Wie man sich an seine Träume erinnert


Der erste und wichtigste Schritt beim Luziden Träumen ist, sich an seine Träume zu erinnern, also seine Traumerinnerung zu steigern. Wenn Sie dies nicht können, werden Sie es nicht einmal wissen, wenn Sie einen Luziden Traum gehabt haben! Außerdem müssen Sie mit der Art, wie Ihre Träume funktionieren, vertraut sein, um einen Traum als solchen zu erkennen. Bevor Sie also Ihre Zeit auf Methoden zur Einleitung von Luziden Träumen verwenden, sollten Sie in der Lage sein, sich an wenigstens einen Traum pro Nacht zu erinnern.
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Genug Schlaf...

Zuallererst müssen Sie sicherstellen, dass Sie genügend Schlaf bekommen. Wenn Sie ausgeruht sind, wird es Ihnen leichter fallen, sich auf Ihr Ziel, die Traumerinnerung, zu konzentrieren und es wird Ihnen nicht soviel ausmachen, Ihre Träume nachts aufzuschreiben. Ein anderer Nutzen ausreichenden Schlafes ist, dass die Traumperioden länger werden und enger aufeinander folgen, je weiter die Nacht fortschreitet. Der erste Traum der Nacht ist der kürzeste, nur ca. 10 Minuten lang, während nach 8 Stunden Schlaf eine Traumphase schon 45 Minuten bis zu einer Stunde dauern kann. Wir alle träumen jede Nacht, circa eine Traumphase pro 90 Minuten. Menschen, die sagen, dass sie niemals träumen, erinnern sich bloß nicht daran. Sie können mehr als einen Traum pro REM-Phase haben, die auch unterbrochen sein können. Es gilt unter Traumforschern als allgemein anerkannt, dass Träume nicht erinnert werden, wenn der Schlafende nicht direkt aus dem Traum aufwacht, bevor er in das nächste Schlafstadium eintritt.

Ein Traumtagebuch...

Es kann nützlich sein, ein Traumtagebuch zu führen, während Sie an Ihrer Traumerinnerung arbeiten. Bewahren Sie das Journal griffbereit an Ihrem Bett auf und schreiben Sie jeden Traum auf, an den Sie sich erinnern, egal, wie kurz er sein mag. Beginnen Sie damit, alle Träume aufzuschreiben, nicht nur die kompletten, sinnvollen oder interessanten Traum. Schreiben Sie alles auf, auch wenn alles, an das Sie sich erinnern, ein Gesicht oder ein Raum ist.

Wenn Sie in der Nacht aufwachen und sich daran erinnern, was Sie geträumt haben, schreiben Sie es sich sofort auf. Tun Sie dies nicht, werden Sie am Morgen feststellen, dass Sie sich an nichts erinnern und Sie werden mit Sicherheit viele interessante Details vergessen haben. Es scheint, dass unser Geist eingebaute Löschmechanismen in sich trägt, was Traumerfahrungen im Vergleich zu Wacherlebnissen schwieriger zu erinnern macht. Wann immer Sie also einen Traum haben, schreiben Sie ihn auf. Wenn Ihnen nicht danach ist, um 3 Uhr morgens eine seitenlange Traumgeschichte aufzuschreiben, notieren Sie sich wenigstens die Schlüsselwörter des Traums. Schreiben Sie sich auch den genauen Inhalt jeden Dialogs auf, den Sie im Traum führen, denn Worte werden fast unvermeidlich innerhalb kurzer Zeit vergessen.

Fest vornehmen...

Möglicherweise können Sie Ihre Traumerinnerung schon dadurch verbessern, dass Sie sich beim Einschlafen vornehmen, aus ihren Träumen aufzuwachen und sich vollständig an das Geträumte zu erinnern. Dies funktioniert auf eine ähnliche Weise, wie wenn Sie zu einer bestimmten Zeit am Morgen aufwachen möchten. Außerdem kann es hilfreich sein, sich selbst zu suggerieren, dass Sie interessante, bedeutungsvolle Träume haben werden.

Träume werden verdrängt...

Einer der häufigsten Gründe, warum man sich an seine Träume nicht erinnert, ist, dass Träume mit anderen Gedanken um den Platz in Ihrem Gedächtnis konkurrieren. Fragen Sie sich deshalb als erstes nach dem Aufwachen "Was habe ich geträumt?". Bevor Sie beginnen, Ihren Traum aufzuschreiben, gehen Sie ihn im Kopf nochmal durch, erzählen Sie sich die Traumgeschichte noch einmal. Bewegen Sie sich nicht, bleiben Sie in der Position, in der Sie aufgewacht sind und denken Sie nicht an die Angelegenheiten des Tages. Suchen Sie nach Bruchstücken desssen, was Sie geträumt haben könnten - Stimmungen, Gefühle, Bruchstücke von Bildern; versuchen Sie, eine Geschichte daraus zu bauen. Wenn Sie sich eine Szene in Erinnerung rufen, versuchen Sie auch, sich daran zu erinnern, was vorher geschah, und davor; erleben Sie den Traum noch einmal rückwärts. Wenn Sie sich nach ein paar Minuten immer noch nur an eine Stimmung erinnern, beschreiben Sie diese in Ihrem Traumtagebuch. Wenn Sie sich an nichts erinnern können, stellen Sie sich einen Traum vor, den Sie gehabt haben könnten - schreiben Sie Ihre aktuellen Gefühle und Gedanken auf und fragen Sie sich "Könnte ich das geträumt haben?". Auch wenn Sie sich im Bett an nichts erinnern können, könnten Ereignisse während des Tages Sie an etwas erinnern, was Sie in der Nacht zuvor geträumt haben. Seien Sie bereit, das aufzuschreiben, wenn es passiert und halten Sie alles fest, an das Sie sich erinnern.

Die Holzhammer-Methode

Wenn Sie merken, dass Sie zu tief schlafen, um aus Ihren Träumen aufzuwachen, stellen Sie einen Wecker auf eine Zeit, in der Sie wahrscheinlich träumen. Da unsere REM-Phasen ungefähr in 90-Minuten-Invervalls auftreten, wäre eine gute Zeit ein Vielfaches von 90 Minuten nach dem Zubettgehen. Zielen Sie auf die späteren REM-Phasen ab, indem Sie die Uhr auf 4,5, 6 oder 7,5 Stunden nach dem Zubettgehen stellen. Noch einmal, wenn Sie aufwachen, bewegen Sie sich nicht und denken Sie zuallererst daran, was Sie geträumt haben und schreiben Sie das dann auf.

Im Traumjournal lesen...

Um sich an seine Absichten zu erinnern und sich selbst in einen idealen Traumzustand zu bringen, lesen Sie vorm Einschlafen in Ihrem Traumjournal. Es kann anfangs schwierig wirken, seine Traumerinnerung zu verbessern, aber wenn Sie dranbleiben, werden Sie ziemlich sicher Erfolg haben - und werden sich auf Dauer vielleicht an 4 oder mehr Träume pro Nacht erinnern. Natürlich werden Sie wahrscheinlich nicht mehr alle aufschreiben wollen, wenn Sie diesen Punkt einmal erreicht haben, sondern nur noch wichtige oder außergewöhnliche. Außerdem wird es immer einfacher, sich im Traum daran zu erinnern, dass man träumt, je besser Sie mit den Eigenheiten Ihrer Träume vertraut sind! Viel Spaß beim Erinnern...

(Dieser Text ist eine bearbeitete Übersetzung eines Textes von Stephen LaBerge, der die freundliche Genehmigung zur Übersetzung und Veröffentlichung erteilt hat. Der Orginaltext ist zu finden auf seinem Webproject Lucitiy.org, wo auch viele weitere Informationen zum Thema "Luzides Träumen" nachzulesen sind. )

So geht's weiter

Seite 1: Grundlagen des Luziden Träumens
Seite 2: Luzide Träume einleiten
Seite 3: Häuige Fragen zum Luziden Träumen
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