Luzides Träumen

Was ist Luzides Träumen (Klarträumen)


Luzides Träumen wird auch als "Klarträumen" bezeichnet. Bei einem Luziden Traum oder Klartraum handelt sich um Träume, bei denen der Träumende weiß, dass er träumt. Vielleicht haben Sie das auch schon einmal eher zufällig erlebt. Welches Potential dahinter steckt, ist den meisten Menschen aber nicht klar...

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Stellen Sie sich vor, welche unglaublichen Möglichkeiten sich aus der Fähigkeit des Luziden Träumens ergeben:

Sie können Ihre Träume und Trauminhalte bewusst steuern!


Im Klartraum ist nichts unmöglich:  Sie können

  • fliegen,
  • unter Wasser atmen,
  • mit Verstorbenen sprechen
  • oder im Geld schwimmen.

Sie können Ihren "Traumpartner" treffen (keine Angst, Sie sind mit ihm völlig allein und können tun und lassen, was Sie möchten *g*). Oder möchten Sie lieber soviel essen, wie Sie möchten, ohne zuzunehmen? Durch Wände gehen, ja sogar eigene Welten erschaffen, in denen der Himmel grün ist und Sie von Stern zu Stern hüpfen? Ihrer Fantasie und damit Ihren Träumen sind keine Grenzen gesetzt.

Was bringt mir ein Klartraum?

Luzides Träumen ist nicht nur Spielerei: Sie haben direkten Zugriff zu Ihrem Unterbewusstsein. Im Traum auftretende Charaktere sind niemand anders als Sie selbst, Ihr Unterbewusstsein, das mit Ihnen kommuniziert.

Manche Klarträumer nutzen ihre Fähigkeit zum Erlernen von Musikinstrumenten oder sogar Sportarten. Es gibt eine Menge seriöser Untersuchungen darüber, wie man den Traum zur Verbesserung verschiedener Fähigkeiten einsetzen kann.

Wir verschlafen im Laufe unseres Lebens ca. 200.000 Stunden. Luzide Träume können eine sehr interessante und lehrreiche Möglichkeit sein, mehr von unserer begrenzten Lebenszeit bewusst zu nutzen.

Sind Luzide Träume eine moderne Erfindung?

Nein. Luzide Träume sind der Menschheit schon seit langer Zeit bekannt. Im Buddhismus oder Schamanismus zum Beispiel werden Klarträume häufig eingesetzt. In der westlichen Welt erfuhr die Fähigkeit des Klarträumens erst vor ca. 150 Jahren wissenschaftlich fundierte Aufmerksamkeit.

Luzides Träumen lernen - Vorbereitungen

Im Folgenden zeigen wir Ihnen verschiedene Methoden und Techniken, wie Sie Luzides Träumen Schritt für Schritt erlernen können. Es ist nicht sonderlich schwer und wenn Sie es erst einmal können, wird sich Ihr Leben drastisch verändern. Sie haben dann die Möglichkeit, die "verlorenen" nächtlichen Stunden voll auszukosten. Und keine Angst, der Schlaf ist dabei mindestens genau so erholsam wie sonst auch.




Genug Schlaf

Grundlegend ist zunächst eine ausreichende Menge an Schlaf. Klarträume treten vorzugsweise in den REM-Phasen des Schlafes auf. Je länger man schläft, desto mehr REM-Phasen enthält der Schlaf und desto größer ist demnach die Wahrscheinlichkeit eines Luziden Traumes.

Traumtagebuch

Zu Anfang wird meist das Führen eines Traumtagebuches empfohlen. Dabei handelt es sich um ein Heft oder Notizbuch, in dem Sie jeden Morgen vor dem Aufstehen mindestens ein Traum der vergangenen Nacht aufschreiben. Dies dient dem Zweck, die Fähigkeit der Erinnerung an Ihre Träume zu verbessern. Denn was nützen die tollsten Luziden Träume, wenn Sie sich am nächsten Morgen nicht mehr daran erinnern können?

Am effektivsten wäre es, wenn Sie direkt nach einem Traum aufwachen (darauf können Sie Ihr Unterbewusstsein programmieren, mehr dazu später) und den Traum direkt aufschreiben.

Sie besorgen sich also ein Notizbuch, vielleicht im Din A-5-Format. Es sollte äußerlich ansprechend sein, damit Sie gerne hineinschreiben und sich im Unterbewusstsein verankert, dass es sich um etwas besonderes handelt. Das Traumtagebuch legt man neben das Bett, um es morgens gleich griffbereit zu haben.

In dieses Buch schreiben Sie nun jeden Morgen Ihre Träume, soweit Sie sich an sie erinnern können. Dazu ruft man sich noch vor dem Aufstehen seinen Traum/seine Träume ins Gedächtnis. Es ist wichtig, dass man dies vor dem Aufstehen tut, denn nach dem Aufstehen ist die Gefahr groß, dass man den Traum vergisst. Sie fragen sich also "Was habe ich geträumt?". Jedes Detail ist wichtig, Gefühle, Gerüche, optische Eindrücke, einfach alles wird aufgeschrieben. Insbesondere alles, was für die "normale" Welt ungewöhnlich ist, muss festgehalten werden.

Nach jedem Traum lassen Sie eine Seite frei. Auf diesen Seiten werden später Übungen durchgeführt.


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Traumzeichen

Schreiben Sie die sogenannten "Traumzeichen" auf. Das sind Anzeichen, an denen Sie merken, dass es Sie sich in einem Traum befinden. Meist handelt es sich dabei um Kleinigkeiten, die sich von der Realität unterscheiden. LaBerge nennt 4 Kategorien von Traumzeichen:

  • Innere Vorgänge (Gefühle und Gedanken im Träumenden selbst; hierzu zählt zum Beispiel der Gedanke "ich träume" oder ein starkes Gefühl des Realitätsverlustes),
  • Aktionen (Handlungen bzw. Bewegungen des Träumenden bzw. der anderen Traumgestalten, zum Beispiel Atmen unter Wasser oder Fliegen),
  • Formen (Dinge in der Traumwelt weisen manchmal seltsame Formen auf, zum Beispiel ein rundes Buch) und
  • Kontext (die Personen, Objekte usw. erscheinen völlig normal, passen jedoch nicht in den Kontext, zum Beispiel ein bereits verstorbener Bekannter oder eine Palme am Nordpol).

Machen Sie sich eine Liste mit den verschiedenen Traumzeichen, die in Ihren Träumen auftauchen und ordnen Sie diese in die 4 Kategorien ein. Sobald später eines dieser Zeichen im Traum auftaucht, wird Ihnen schlagartig klar, dass Sie sich in einem Traum befinden. Mir persönlich passiert es im Traum sehr oft, dass Uhren nicht richtig funktionieren oder sich beim Lesen der Text ändert (siehe auch der folgende Abschnitt über Reality Checks).

Reality Checks

Ein sehr wichtiges Element beim Erlenen von Luziden Träumen sind Reality Checks. Dabei handelt es sich um die Frage, ob man träumt oder wach ist. Diese Checks sollte man sehr oft am Tag durchführen. Dadurch gewöhnt man sich daran und führt sie früher oder später auch im Traum durch. Erkennt man dann anhand des Reality Checks, dass man träumt, wird man im Normalfall luzid.

Ganz wichtig ist, dass Sie beim Durchführen der Reality Checks erwarten, dass Sie Traumergebnisse erhalten. Stellen Sie sich genau vor, wie es wäre, wenn Sie wirklich träumen würden und der Check das auch anzeigen würde. Wie würde der Check ausfallen? Was würden Sie fühlen? Wenn Sie die Reality Checks nur oberflächlich ausführen, werden Sie das im Traum auch tun und keine korrekten Ergebnisse erhalten.
Es gibt unter anderem folgende Arten von Reality Checks:

  • Uhr: Zeigt die Armbanduhr eine vernüftige Zeit an? Oft sind Uhren im Traum nicht ablesbar, zeigen eine unsinnige Zeit an oder ändern die Zeit, wenn man mehrere Male draufschaut. Mit einer digitalen Uhr funktioniert das Ganze besser als mit einer analogen.
  • Lichtschalter:Funktionieren die Lichtschalter oder andere elektrische Geräte?
  • Fliegen:Können Sie fliegen, wenn Sie es sich intensiv vorstellen? Wenn Sie hüpfen, schweben Sie ganz sanft zu Boden?
  • Eigener Körper:Können Sie bei einem geschlossenen Auge Ihre Nase sehen? Haben Sie 5 Finger und haben Ihre Hände eine normale Farbe? Spüren Sie Berührungen Ihrer Haut?
  • Gegenstände:Können Sie durch Spiegel oder Wände gehen oder fassen?
  • Gedächtnis:Erinnern Sie sich, wie Sie an den Ort gekommen sind, an dem Sie sich befinden? Was ist in den letzten fünf Minuten passiert? Was in den letzten Stunden, was gestern? Im Traum hat man oft keine Erinnerung an die Zeit vorher, so dass dies ein Zeichen dafür sein kann, dass man sich in einem Traum befindet.
  • Lesen: Ein sehr effektiver und leicht durchzuführender Reality Check ist auch das Lesen irgendeines Textes. Bleibt der Text gleich, wenn Sie ihn mehrmals lesen? Ergibt er überhaupt einen Sinn?

Diese Tests sollten Sie immer dann durchführen, wenn im Laufe des Tages Traumzeichen auftauchen. Wenn Sie zum Beispiel durch Ihr Traumtagebuch festgestellt haben, dass Sie regelmäßig von Hunden träumen, führen Sie die Reality Checks immer dann durch, wenn Sie einen Hund sehen. Nach einiger Zeit werden Sie die Checks dann auch im Traum ausführen, wenn ein Hund auftaucht, und voilá: Sie sind (hoffentlich) luzid :o)


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Stephen LaBerge empfiehlt in seinem Bestseller Exploring the World of Lucid Dreaming das Durchführen der Reality Checks gezielt zu planen. So kann man sich zum Beispiel eine Reihe von Möglichkeiten aufschreiben, z.B. immer, wenn man einen bestimmten Raum betritt, immer, wenn man Bäume, Tiere, Geschäfte, Fahrzeuge oder sonst irgendetwas sieht, immer, wenn man mit einem Kollegen spricht usw. Morgens sucht man sich dann einige wenige dieser Möglichkeiten aus, bei denen man an diesem Tag die Reality Checks zusätzlich zum Auftauchen der Traumzeichen durchführt. Auf diese Weise schult man seine Erinnerung, was hilfreich ist, wenn man im Traum das Durchführen der Reality Checks häufig oder immer vergisst.

So geht's weiter

Seite 2:      Luzide Träume einleiten
Seite 3:      Häuige Fragen zum Luziden Träumen
Seite 4:      Traumerinnerung steigern
Bonus:       Traumdeutung

Zum tieferen Einstieg in die Materie empfehlen wir die Bücher von Stephen LaBerge, insb.: