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Grundlagen des Klarträumens – Traumtagebuch, Reality Checks und Stolperfallen

Der heutige Gastbeitrag zum Thema Luzides Träumen stammt von Simon, der ein Forum zum Thema Klartraum führt. Viel Spaß!

Was ist ein Klartraum?

In einem Klartraum erkennt der Träumer den Zustand des Traumes. Er ist sich bewusst, dass er gerade in seinem Bett liegt und schläft. Die Welt in der er sich gerade befindet ist nicht real und darüber ist der Träumer sich im Klaren.

Diese Erkenntnis verwandelt den Trübtraum (normalen Traum) in einen Klartraum und ermöglicht dadurch die Kontrolle über die Traumwelt. Man kann Dinge und Personen herbeiwünschen, über weite Länder fliegen und den physikalischen Gesetzen trotzen. Kurz: Was man sich vorstellen kann ist möglich!

Das Traumtagebuch

Das Traumtagebuch spielt gerade bei Klartraum-Anfängern eine entscheidende Rolle.
Der Träumer notiert darin seine nächtlichen Träume was zu einer Verbesserung der Traumerinnerung führt. Eine gute Traumerinnerung ist der Grundstein für den ersten Klartraum.

Leider kann das Traumtagebuch (kurz TTB genannt) auch zu einer Bürde werden. Eine gute Traumerinnerung bedeutet auch einen relativ großen Aufwand beim Schreiben des Traumtagebuches. Viele Träume – viel zu schreiben.

Es ist wichtig das Traumtagebuch nicht nur als „Mittel zum Klartraum“ zu sehen. Träume spiegeln das Gemütsleben wieder, sie zeigen unsere Ängste und Wünsche. Träume zeigen uns Antworten auf wichtige Fragen und bieten ein schier unerschöpfliches, kreatives Potential.

In welcher Form man seine Träume festhält, ist jedem selbst überlassen. Um eine gute Auswertung zu ermöglichen, wird die Schriftform am Computer empfohlen. Es lässt sich so schnell und gezielt nach bestimmten Themen, Objekten oder Personen suchen was für eine optimale Traumauswertung unerlässlich ist.

Oft erkennt man Zusammenhänge oder die Bedeutung eines Traumes erst mit genug Abstand.

Für eine schnelle Aufzeichnung in der Nacht oder am Morgen eignet sich ein Diktiergerät. Die Aufzeichnungen können dann später zu Papier oder Tastatur gebracht werden.

Die Reality Checks

Ein Reality Check (Realitätstest, kurz RC) gibt Antwort drüber, ob man gerade träumt oder nicht. Hier stellt man sich selbst bewusst die Frage, ob man sich gerade in einem Traum befindet. Es mag für „Nicht-Klarträumer“ etwas merkwürdig klingen, die Realität in Frage zu stellen. Nicht zuletzt deswegen wird das Thema gerne in die „Esoterik-Ecke“ gedrängt. Folgendes sollte man aber bedenken:

Während man träumt, sieht man den Traum immer als Realität an. Des weiteren kann man sich nie an den Anfang eines Traumes erinnern, wie sicher schon viele durch den Kinohit „Inception“ erfahren haben. Man scheint immer mitten ins Traumgeschehen einzusteigen.

Wie könnte man sich dann jemals sicher sein, ob man nicht gerade träumt?

Hier kommt der RealityCheck ins Spiel.
Es gibt sehr viele unterschiedliche RCs. Den einen, absolut zuverlässigen RC gibt es leider nicht. Oft spielt einem der Traum oder die Traumfiguren einen Streich und überzeugen einen, das dies gerade kein Traum ist. Das der Teil des Gehirns für logische Zusammenhänge im Schlaf inaktiv ist, kommt einem dabei nicht gerade zu Gute.

Jeder sollte nun mehrere RCs testen und den für sich zuverlässigsten Auswählen. Wichtig ist, in gewissenhaft zu auszuführen. Man darf nicht im Hinterkopf haben „Der RC fällt sowieso negativ aus…“
Führen Sie RCs bei merkwürdigen Zufällen oder Déjà-Vus aus.

Klarträumerpflichten oder „Warum hält sich der Mann im Bus die Nase zu?“

Wie schafft man es nun einen RealityCheck im Traum auszuführen? Wie soll man im Trübtraum, in dem man ja keine bewusste Kontrolle hat, einen RC ausführen?

Der Trick ist folgender: Themen, mit denen man sich am Tag beschäftigt, fließen ins Traumgeschehen ein. Führen Sie viele RCs am Tag aus und Sie werden dies auch im Traum tun.

Ein sehr beliebter RealityCheck ist der Nasen-RC. Hier hält man sich die Nase zu, schließt den Mund und versucht durch die Nase zu atmen.
Dies klappt natürlich im Wachleben nicht.

Im Traum klappt dies aber ohne Probleme. Hier verschließt man seine Nase nur in der Vorstellung, der schlafende Körper führt diese Bewegung nicht aus. Der Nasen-RC ist relativ unauffällig und kann durchgeführt werden, ohne groß Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Weitere RealityChecks

Ein weiterer Klartraum-Auslöser ist, sich eine kritische Einstellung anzugewöhnen.
Der angehende Klarträumer soll Dinge hinterfragen und nicht als selbstverständlich hinnehmen. Diese kritische Einstellung übernimmt man früher oder später auch in seine Trübträume was entweder direkt zu Erkenntnis des Traumzustandes führt, oder einen stutzig werden lässt:

Man sieht den Hund auf dem Einrad, ist aber darüber nur verwundert.

Hat sich der Klarträumer nun unter Tags angewöhnt, bei „merkwürdigen Zufällen“ oder bei Déjà-Vus einen RC zu machen, tut er dies auch im Traum. Ein positiver RC führt in der Regel sofort zur Kontrolle über den Traum und damit zum Klartraum.

Dies ist natürlich nur eine Technik, um einen Klartraum zu erlangen. Anfänger erzielen damit aber sehr gute Ergebnisse.

Stolperfallen kurz vor dem Ziel

Zwei „Stolperfallen“ sollten noch genannt werden, die dem Oneironauten das (Traum)Leben schwer machen:

Starke Emotionen
Starke Emotionen führen im Klartraum meist zum Aufwachen des Träumenden. Erfahrene Klarträumer sind sich der Gefahr bewusst und behalten eine gewisse Gelassenheit.

Anfänger berichten oft, nach dem Erkennen des Traumzustandes sofort vor Freude über den ersten Klartraum aufgewacht zu sein. Dies kann ein sehr frustrierendes Erlebnis sein, keiner scheitert gerne kurz vor dem Ziel.

Wie lässt sich dies nun verhindern?
Der erste Schritt ist bereits mit dem Wissen über diese Stolperfalle selbst getan. Wenn man sich bewusst macht, beim ersten Klartraum ruhig zu bleiben und die Gefahr der Aufregung kennt, kann man sie meist ohne Probleme meistern.

Wacht man trotzdem auf, besteht die Gefahr einem falschen Erwachen zum Opfer gefallen zu sein:

Falsches Erwachen
Beim falschen Erwachen glaubt der Träumer, er wäre gerade erwacht. Es handelt sich aber nur um einen weiteren Traum, der meist das eigene Schlafzimmer simuliert.

Leider führt ein falsches Erwachen aus einem Klartraum oft zum vergessen des Traumzustandes. Man glaubt aufgewacht zu sein und nicht mehr zu träumen. Der Träumer geht seiner morgendlichen Routine nach, nur um später festzustellen dies alles nur geträumt zu haben.

Um diese Stolperfalle nun zu umgehen, sollte man bei jedem Erwachen sofort einen RealityCheck auszuführen. Hat man sich dieses Verhalten einmal angewöhnt, ist man gegen das falsche Erwachen abgesichert und kann es sogar als Chance für einen Klartraum nutzen.

Motivation

Um die Motivation bei einem ausbleibendem Klartraum nicht zu verlieren, sollte man sich aktiv mit dem Thema beschäftigen und sich über (Klar)Träume austauschen.

Ein gutes Klartraum-Buch, ein Interessanter Artikel im Internet, angeregte Diskussionen mit Freunden oder die Beteiligung an einem Internetforum zu dem Thema wirken Wunder!

Klartraum Literatur / Bücher über luzides Träumen

Zusammenfassung

  • Träume im Traumtagebuch festhalten
  • Träume einen großen Stellenwert einräumen
  • RealityChecks ausführen, Dinge kritisch betrachten
  • Emotional ruhig bleiben, auf falsches Erwachen vorbereitet sein
  • Über Träume reden und sich mit Anderen darüber austauschen

Befolgen Sie diese Tipps und der erste Klartraum ist in greifbarer Nähe. Denken Sie daran: Jeder Mensch lernen, klar zu träumen. Und wie Paul Tholey, ein bekannter Klarträumer und Buchautor in seinem Buch „ Schöpferisch Träumen“ schrieb:

„Also, aufgeben gilt nicht!“

Eine ausführliche Anleitung für Anfänger, Fachbegriffe erklärt, eine Übersicht über die Klartraum Techniken und weitere interessante Themen zu Klarträumen, Traum & Schlaf finden Sie auf KT-Forum.de.

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21. Juli 2011 von admin

Luzides Träumen im Stern und im Kino

Gerade ist mir ein Artikel auf Stern.de aufgefallen, der sich mit dem Thema Luzides Träumen beschäftigt. Der Artikel fasst gut zusammen, was Luzides Träumen ist und wie man es erlernen kann.

Eine kurze Anleitung hält der Stern auch parat. Die Anleitung ist allerdings sehr oberflächlich. Zwar wird die Traumfrage erwähnt, aber nicht, wie man sie sich stellen sollte. Denn allein die Frage “Träume ich gerade?” hilft einem nicht weiter. Diese Frage ist schnell mit “nein” beantwortet, ohne dass man daran einen Traum erkennt. Es ist wichtig, sich Traumzeichen zu suchen, anhand derer man zweifelsfrei feststellen kann, ob man träumt oder nicht.

Im aktuellen Kinofilm “Inception” mit Leonardo Di Caprio verwendet der Hauptdarsteller einen Kreisel als Traumzeichen. Wenn der Kreisel irgendwann umkippt, befindet er sich in der realen Welt. Dreht sich der Kreisel jedoch immer weiter, handelt es sich um einen Traum.

Genau solche Traumzeichen sind es, die einen dem Luziden Träumen näher bringen. Zum Beispiel kann man die Finger seiner Hand nachzählen. Sind es mehr als 5, handelt es sich um einen Traum. Ein anderes häufig verwendetes Traumzeichen is, auf die Uhr zu schauen, dann kurz wegzuschauen und dann wieder auf die Uhr. Hat sich die Uhrzeit signifikant verändert, befindet man sich in einem Traum. Dieses Traumzeichen funktioniert bei sehr vielen Menschen sehr gut, weil es einfach anzuwenden ist und eindeutige Ergebnisse liefert.

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1. August 2010 von admin

Wie Sie Ihre Träume vor der Reizüberflutung des modernen Alltags retten – Teil 3

Hier kommt der letzte Teil des spannenden Artikels zum Luziden Träumen von Jens Thiemann.

Hier geht’s zu Teil 1.
Hier geht’s zu Teil 2.

Nachdem Sie sich ein klares Bild von der ersten Szene, die sich so in Ihrem Kopf wiederholt, gemacht haben, sollten Sie also damit beginnen, die Geschichte des Traumes zu rekonstruieren, indem Sie sich Fragen wie „Was hat zu dieser Situation geführt?“ oder „Wie bin ich an diesem Ort gelandet?“ stellen. Sie sollten mindestens die ersten 10 Minuten Ihres Morgens ganz diesen Nachforschungen widmen. Sie haben während Ihres normalen Morgenrituals noch genug Zeit, sich über den bevorstehenden Tag Gedanken zu machen. Der Versuch, sich an einen Traum zu erinnern, kann zu dieser Zeit jedoch bereits aussichtslos sein.


Sobald Sie entschieden haben, dass Sie sich an keine weiteren Details mehr erinnern können, nehmen Sie Ihr Traumtagebuch zur Hand und verfassen Sie einen kurzen Eintrag. Konzentrieren Sie sich dabei auf die Aspekte, die Ihnen am wichtigsten erscheinen und bauen Sie diese chronologisch in einen groben Umriss der Geschichte des Traumes ein. Es muss kein Meisterwerk der Literaturgeschichte werden. Viel wichtiger ist es, dass Sie grundlegende Informationen wie Orte, Personen, Handlungen, Dialoge und Gefühle in Form einer so weit wie möglich geordneten Chronologie Ihres Traumes niederschreiben.
Wenn Sie diesen Schritten einige Tage lang diszipliniert folgen, werden Sie sehr schnell bemerken, wie viele Erinnerungen Ihnen jeden Morgen verloren gegangen sind und Ihre Träume werden mit jedem Tag klarer und lebendiger, da Sie sich an immer mehr Details erinnern werden. Die hier beschriebene Methode ist so einfach und effektiv, da Sie lediglich eine natürliche Fähigkeit trainiert, die Sie im Laufe Ihres Lebens langsam verlernt haben.
Unsere Träume sind ein Geschenk, das zu wertvoll ist, um es nicht bewusst anzunehmen. Wenn dieser kleine Selbstversuch bei Ihnen Erfolge zeigt, sind Sie bereits auf dem richtigen Weg. Es muss jedoch nicht bei der passiven Betrachtung Ihrer Träume bleiben. Als ich damals mit meiner Schlafparalyse zu kämpfen hatte, wurde mir nämlich bald noch eine ganz neue Möglichkeit offenbart. Ich begann nämlich plötzlich damit, meine Träume oft bei vollem Bewusstsein zu erleben.
Ich war nun „Live“ und mit allen fünf Sinnen dabei, anstelle mich nur rückwirkend zu erinnern. Bald wurde mir klar, dass ich der Herrscher über diese Welt war und ich meine Umgebung und meine eigenen Handlungen beeinflussen konnte. Über Jahre habe ich so die wildesten Abenteuer erlebt, ohne je mein Bett verlassen zu haben und war fest davon überzeugt, übernatürliche Kräfte zu besitzen – bis mir plötzlich Haare an den verrücktesten Stellen wuchsen und ich begann, mich für andere Dinge zu interessieren.
Viele Jahre später, ungefähr zu dem Zeitpunkt, an dem ich endlich herausfand, dass eine ganz natürliche Körperfunktion, die Schlafparalyse, für meine morgendliche Lähmung in meiner Kindheit verantwortlich war, machte ich eine weitere, faszinierende Entdeckung. Meine vermeintlich übernatürlichen Kräfte konnten ebenfalls wissenschaftlich erklärt werden und basierten auf einer gleichermaßen natürlichen Fähigkeit. Die Wissenschaft verwendet für einen Traum, in dem wir uns darüber bewusst werden, zu träumen, den Begriff Klartraum oder luzides Träumen. Die Menschen, die luzides Träumen gelernt, oder, wie in meinem Fall, neu entdeckt haben und es dazu nutzen, die eigene Traumwelt zu erforschen, bezeichnen sich heute stolz als Oneironauten.
Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich diese prägende Erfahrung meiner Kindheit heute wieder erleben darf, wann immer ich will. Als ich erfuhr, dass jeder Mensch luzides Träumen lernen kann und das, ohne dazu jahrelang in tibetanischen Gebirgszügen meditiert haben zu müssen, habe ich alles, was ich zu diesem Thema in die Finger bekommen habe, geradezu verschlungen und schnell herausgefunden, was funktioniert und was nicht. Ich machte es mir zur Aufgabe, ein praxisorientiertes Videoseminar zu erschaffen, das den nötigen Lernprozess so zugänglich wie nie zuvor machen sollte. Das Ergebnis darf ich Ihnen heute stolz in Form von http://www.lebedeinentraum.tv präsentieren.
Besuchen Sie mich doch einmal, wenn Sie mehr über das Thema Klartraum erfahren oder schon bald selbst luzides Träumen lernen möchten. Ich würde mich freuen, Sie bald in meinem Seminar begrüßen zu dürfen…
Bis dahin wünsche ich Ihnen jetzt aber schon einmal hellwache Träume!

Jens Thielmann


Vielen Dank, Jens, für diese spannende Artikelserie zum Luziden Träumen. Wir werden sicher noch von dir hören. Weiterhin viel Erfolg mit dem Online-Seminar!

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10. Juli 2010 von admin

Wie Sie Ihre Träume vor der Reizüberflutung des modernen Alltags retten – Teil 2

Hier folgt der zweite Teil des Artikels “Wie Sie Ihre Träume vor der Reizüberflutung desmodernen Alltags retten”. Den ersten Teil finden Sie hier.

Wie Sie Ihre Träume vor der Reizüberflutung des modernen Alltags retten – Teil 2

Meist reißt uns der Wecker aus dem Schlaf, wir suchen hektisch nach dem großen Knopf, der dem gottlosen Lärm ein Ende bereitet und kurz nachdem wir unser Bewusstsein langsam wieder wachgerüttelt haben, wird es auch schon von den Problemen, Sorgen, Terminen und Pflichten des Alltags in eine Konferenzschaltung berufen. Diese Routine sollte wohl den Morgen eines großen Teiles unserer Bevölkerung treffend beschreiben. Für unsere Träume bedeutet dies jedoch jedes Mal ganz einfach „Datei löschen – Papierkorb leeren!“ Wir geben unserem Unterbewusstsein so nämlich nicht die geringste Chance, die Erinnerungen an die nächtlichen Erlebnisse in Zusammenarbeit mit unserem wachen Bewusstsein zu verarbeiten. Eine treffende Metapher dafür ist ein Kind, das seinem Vater stolz von einem Abenteuer in Nachbars Garten erzählen will, dieser jedoch zu sehr mit den aktuellen Quartalszahlen beschäftigt ist, als das er Zeit für diese Geschichte hätte.


Die ersten, wachen Minuten am Morgen entscheiden darüber, ob und wie Sie sich an Ihre Träume erinnern werden. Wenn Sie dieses Zeitfenster nicht nutzen, werden Sie auch fast immer daran scheitern, sich im Laufe des Tages an einen Traum zu erinnern. Um im Bild zu bleiben: Das Kind wird sich wohl am Wochenende, wenn der Vater endlich ein wenig Zeit für den Nachwuchs übrig hat, nicht mehr daran erinnern, was es Montagmittag zu erzählen gab.
Was können Sie also tun, wenn Sie gern wieder eine gesunde Fähigkeit zur Traumerinnerung aufbauen würden? Die zwei wichtigsten Schritte sind zum einen die Veränderung der persönlichen Einstellung gegenüber Ihren Träumen und Ihrem Schlaf, zum anderen, ein Traumtagebuch, dass Ihnen dabei hilft, Ihr Gedächtnis wieder zu trainieren und empfänglicher für die Inhalte und Situationen Ihrer Traumwelt zu machen. Wenn Sie Lust haben, können Sie in der kommenden Woche einmal einen kleinen Selbstversuch durchführen. Ich kann Ihnen versprechen, dass sich schon nach wenigen Tagen die ersten Erfolge bemerkbar machen werden. Dazu gehen Sie wie folgt vor:

1. Vor dem Einschlafen

Die Vorbereitung ist sehr wichtig und sollte trotz sehr minimalistisch wirkender Maßnahmen auf keinen Fall vernachlässigt werden. Nehmen Sie sich einen Notizblock und einen Stift zur Hand, notieren Sie das aktuelle Datum und die Zeit, zu der Sie voraussichtlich einschlafen werden und legen Sie das Schreibmaterial dann an einen Ort, an dem Sie es am Morgen sofort griffbereit haben.
Bevor Sie einschlafen, sollten Ihre letzten Gedanken voll und ganz auf die Intention gerichtet sein, sich am nächsten Morgen an Ihre Träume erinnern zu wollen. Überzeugen Sie sich selbst davon, dass Sie dieses Ziel problemlos erreichen werden.

2. Nach dem Aufwachen

Die ersten Minuten nach dem Aufwachen bilden ein immens wichtiges Zeitfenster, das sich sehr schnell wieder schließen kann und wie sie sich in diesen frühen Minuten verhalten, wird darüber entscheiden, wie groß Ihre Chancen sind, sich lebhaft an Ihre Träume zu erinnern. Sie müssen sich angewöhnen, nach dem Aufwachen Ihre Augen geschlossen zu halten und absolut still liegen zu bleiben. Ihr erster, klar gefasster Gedanke sollte „Was habe ich geträumt?“ sein. Ihre erste Erinnerung wird sich häufig auf die Situation des Traumes beziehen, die Sie als letztes erlebt haben. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie direkt aus einem Traum heraus aufgewacht sind.

Fortsetzung in Teil 3

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5. Juli 2010 von admin

Wie Sie Ihre Träume vor der Reizüberflutung des modernen Alltags retten – Teil 1

Luzides Träumen ist eines der Themen, mit denen wir uns von Beginn dieser Website an beschäftigt haben. Unser Ziel war es, im deutschsprachigen Raum eine der besten Infoquellen zu schaffen, die es zu diesem Thema gibt.

Im Laufe der letzten 3 Jahre ist dieses Thema etwas in den Hintergrund gerückt. Der Fokus liegt/lag eindeutig mehr auf Selbsthypnose, Mentaltraining und NLP.

Mittlerweile gibt es auf dem deutschsprachigen Markt jedoch tolle Angebote, um Luzides Träumen noch einfacher und schneller zu lernen. Eines davon stammt von Jens Thiemann. Er hat ein wunderbares Online-Seminar geschaffen, um möglichst vielen Menschen das Klarträumen nahe zu bringen. Für uns hat er einen spannenden Gastartikel geschrieben, den wir gerne hier im Blog veröffentlichen. Er enthält tolle Tipps zum Luziden Träumen und bringt Sie mit Sicherheit einen großen Schritt weiter auf Ihrem Weg zum ersten Klartraum. Da der Artikel sehr umfangreich ist, teilen wir ihn in 2 oder 3 Teile auf.  Alle Teile werden hier im Blog veröffentlicht.

Und los geht’s. Jens, die Bühne gehört dir :-)

Wie Sie Ihre Träume vor der Reizüberflutung des modernen Alltags retten

Wann haben Sie sich das letzte Mal wirklich lebhaft an einen Traum erinnert? Wenn Sie über die Antwort erst nachdenken müssen, ist es meiner Meinung nach schon viel zu lange her. Die meisten von uns können sich noch daran erinnern, wie Sie in Ihrer Kindheit scheinbar jede Nacht im Schlaf ein neues, aufregendes Abenteuer erlebt haben. Abenteuer, die uns häufig noch bis weit in den Tag beschäftigten. Doch irgendwann fand all das bei vielen von uns ein abruptes Ende. Ich bin davon überzeugt, dass unser Alltag, der so hektisch und reizüberflutet scheint, wie nie zuvor, einen großen Teil der Schuld daran trägt. Ich möchte an dieser Stelle deshalb eine der wohl eindeutigsten Ursachen für diesen, bei den meisten von uns wohl unerwünschten, Verlust des Traumgedächtnisses untersuchen. Ein guter Freund hat diese Entwicklung einmal, hart aber fair, „Traum-Alzheimer“ getauft. Ich werde versuchen, Ihnen mit diesem Artikel eine wirkungsvolle Medizin zu verabreichen, wenn Sie gerne geheilt werden möchten.

Unser Körper löst jede Nacht im Schlaf die so genannte Schlafparalyse aus. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Prozess, der uns davon abhält, die im Traum ausgeführten Bewegungen als Impulse an unsere Muskeln zu senden und verhindert so, dass wir uns ständig selbst aufwecken. Es kann dabei in seltenen Fällen dazu kommen, dass unser Körper nicht rechtzeitig registriert, dass unser Gehirn am Morgen bereits wieder in den Wachzustand umgeschaltet hat und wir wachen bei vollem Bewusstsein innerhalb einer Art Standby-Modus auf.

Ich habe als Kind diese Erfahrung häufig miterlebt und ohne den entsprechenden Kontext war das keine angenehme Erfahrung. Ich konnte keinen Muskel meines Körpers bewegen. Selbst meine Augen wollten sich einfach nicht öffnen. Ich kämpfte mit aller Kraft gegen diese Hilflosigkeit, habe es aber meist erst nach einer knappen Minute geschafft, mich von Ihr zu befreien. Heute weiß ich, dass meine panische Reaktion alleinverantwortlich dafür war, dass ich nach dieser Erfahrung stets vollkommen schweißgebadet und mit rasendem Herzen in den Alltag starten musste. Irgendwann gab ich es auf, Gegenwehr zu leisten, und nach kurzer Zeit habe ich gemerkt, dass ich in dieser Situation über besonders intensive, klare Erinnerungen an meinen vergangenen Traum verfügte. An diesem Tag haben sich meine Ängste in Luft aufgelöst und ich begann eine Reise, die mein bewusstes Leben noch heute bereichert.

Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass die größten Feinde eines ausgeprägten Traumgedächtnisses Stress, Bewegung und Licht sind. Mein Körper hat mich gewissermaßen dazu gezwungen, letztere Faktoren aus meinem Morgen fern zu halten und sobald ich lernte, auch den Stress unter Kontrolle zu bekommen, konnte ich mich in dieser Situation ständig auf eine überwältigend klare Erinnerung an meine nächtlichen Abenteuer freuen. Die meisten von uns machen jedoch den Fehler, jeden Morgen genau das Gegenteil zu tun.

Fortsetzung in Teil 2

Jens hat auch ein interessantes Info-Video erstellt, das wir euch nicht vorenthalten wollen:

Bildquelle: © Valua Vitaly – Fotolia.com

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30. Juni 2010 von admin

Lernen im Schlaf Teil II

Neulich haben wir über ein Interview geschrieben, das im Spiegel stand. Darin hat ein Schlafforscher berichtet, wie sich der Schlaf für bessere Lernerfolge nutzen lässt.

Lernen im Schlaf funktioniert nicht

Jetzt hat die Zeitschrift managerSeminare das Thema Lernforschung: Schlau durch Schlaf sogar zur Titelstory gemacht. Die Autoren stellen klar, dass “Lernen im Schlaf”, also durch reines Anhören von Aufnahmen während des Schlafens nicht funktioniert. Die diversen “Sprachenlernen über Nacht”-Programme funktionieren also nicht. Soweit nichts Neues.

Lernen im Schlaf funktioniert doch

Wo der Schlaf allerdings sinnvoll eingesetzt werden kann, ist bei der Wissensverarbeitung. In Studien wurde herausgefunden, dass Probanden, die sich nach Lernphasen schlafen legten, die Lernstoffe besser verinnerlichen konnten. Denn während des Schlafens wandern aufgenommene Informationen vom Hippocampus durch Theta- und Delta-Gehirnwellen nach und nach in die Großhirnrinde, wo sie im Langzeitgedächtnis abgespeichert werden.

Der Schlafforscher hält es für möglich, dass z.B. Vokabeln, die man tagsüber gelernt hat und nachts im Schlaf noch einmal abspielt, besser abgespeichert werden. Damit würde Lernen im Schlaf doch funktionieren – wenn auch nur als Ergänzung zu “normalem” Lernen.

Tiefschlaf ist wichtig

Einig sind sich die Forscher jedenfalls, dass man für möglichst viele Tiefschlafphasen sorgen solle. Dafür kann man einiges tun:

  • Körperliche Aktivtät tagsüber, aber nicht zu spät abends
  • Vor dem Schlafen noch einmal den Lernstoff wiederholen
  • Nicht zu spät schlafen gehen
  • Keine Schlaftabletten, kein Alkohol
  • Tagsüber kurze Schlafpausen einlegen, sofern man keine Einschlafprobleme hat

Der optimale Lernprozess sieht demzufolge so aus: morgens komplexe Aufgabenstellungen bearbeiten und diese dann abends noch einmal wiederholen.

Lernen im Klartraum

Auch Luzide Träume lassen sich zum Lernen nutzen, insbesondere bei Bewegungsabläufen (Sport, Musikinstrumente spielen etc). Sogar Vokabeln soll man sich laut den Experten im Traum einprägen können – als Unterstützung zum normalen Lernen.

Der Neuro Programmer 3 enthält übrigens Sitzungen zum Einleiten von Schlaf und ein Super-Learning-Tool, mit dem Lerninhalte (z.B. Vokabeln oder sonstiger Lernstoff) zwar nicht in Schlafphasen, aber in Phasen intensiver Entspannung ins Langzeitgedächtnis eingebrannt werden können.

Bildquelle: © Valua Vitaly - Fotolia.com
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30. Mai 2010 von admin

Klarträumen lässt sich erlernen

Bestimmt habt ihr auf unserer Website bereits über das Thema Luzides Träumen gelesen. Darunter versteht man die Fähigkeit, im Traum “aufzuwachen” und sich bewusst zu werden, dass man träumt. Vielen Menschen passiert das hin und wieder mal, aber beim Luziden Training versucht man, sich diese Fähigkeit bewusst anzueignen. Denn wenn man in der Lage ist, im Traum das Bewusstsein einzuschalten, kann man den Traum auch beliebig steuern und viele Dinge erleben, die im Wachzustand nicht möglich sind.

Im Wissenschaftsmagazin scinexx erschien letztes Jahr ein interessanter Artikel über das luzide Träumen. In Versuchen haben Wissenschaftler bestätigt, dass sich ein Klartraum durch Übung bewusst herbeiführen lässt. Sogar therapeutische Nutzen erhoffen sich die Forscher aus dieser Erkenntnis.

Offenbar ist es so, dass beim Klartraum ein Teil des Gehirns “aufwacht”, während der Rest einfach weiterschläft. Mit Hilfe von Computertomographen messen die Wissenschaftler, was genau bei einem Klartraum im Gehirn passiert.

Luzide Träume haben eine ganze Reihe von Vorteilen. Und nicht zuletzt macht es einfach Spaß, im Traum durch die Luft zu fliegen oder die verrücktesten Abenteuer zu erleben.

Wenn euch das Thema interessiert, schaut euch mal hier um:

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18. Mai 2010 von admin