Archive for the ‘Charity’ Category

Neuer Spendenrekord in 2011

Treue Kunden wissen: wir spenden jeden Monat einen Teil der Umsätze an gemeinnützige Zwecke. Letztes Jahr haben wir euch abstimmen lassen, an wen die Spenden gehen sollten.

Wir haben gerade mal nachgerechnet und sind zu einem überraschenden Ergebnis gekommen: das Spendenziel von 1.200€ wurde weit übertroffen. Insgesamt gingen dieses Jahr 1.795,00€ an gute Zwecke! Das Geld wurde aufgeteilt an:

Wir setzen uns jedes Jahr das Ziel, mehr zu spenden als im Vorjahr. Eigentlich waren für 2012 Spenden in Höhe von 1.500€ geplant. Da wird da aber brereits drüber liegen, müssen wir wohl Farbe bekennen und setzen das neue Ziel bei 2.000€ an. Je mehr wir verdienen, desto mehr geben wir ab, ganz einfach.

In diesem Sinne wünschen wir euch allen einen tollen Start ins Jahr 2012 und ein ereignisreiches, erfolgreiches und freudiges neues Jahr!

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30. Dezember 2011 von admin

1,25 Millionen Dollar für die ME/CFS-Forschung – stimmt ab!

Seit 1,5 Jahren setzen wir uns für die Unterstützung von an ME/CFS erkrankten Menschen ein. Durch eine Erkrankung in meinem engsten Umfeld bekomme ich täglich hautnah mit, was es heißt, mit dieser Krankheit zu leben – und vor allem, damit nicht ernst genommen zu werden. Es gibt keine Gelde für Forschung, kaum Unterstützung durch Ärzte und den Staat und die Öffentlichkeit erhält durch die Medien, wenn überhaupt, größtenteils verfälschte Informationen.

Damit sich das ändert, ist dringend Geld nötig. In den USA gibt es eine Forschungseinrichtung, die für Millionen von Erkrankten weltweilt die einzige Chance sein könnte. Das Whittemore-Peterson-Institut ist ein wichtiger Hoffnungsschimmer in der ME/CFS-Forschung. Leider erhält auch das WPI kaum staatliche Gelder, sondern ist auf Spenden angewiesen.

Doch jetzt zur guten Nachricht

Das amerikanische Unternehmen vivint.com  spendet 1,25 Millionen Dollar an Hilfseinrichtungen – an welche, bestimmt ihr! Über Facebook könnt ihr abstimmen, an wen das Geld gehen soll. Jedes Facebook-Mitglied kann täglich abstimmen (und das erscheint auf Wunsch auch nicht auf der Pinnwand, was ja sonst ziemlich nervig sein kann).

Ihr würdet mir persönlich eine große Freude machen, wenn ihr (einmal oder auch mehrmals) für das WPI abstimmt. Es kostet euch nichts außer ein paar Sekunden Zeit und ihr helft damit 300.000 deutschen Erkrankten und mehreren Millionen auf der ganzen Welt!

Wie ihr abstimmen könnt

Mitmachen ist ganz einfach.

1. Klickt auf diesen Banner:

Vivint is giving away $1.25 Million to charities. Help us win!

2. “Liked” Vivint durch einen Klick auf den Button.

3. Klickt unten auf “Vote” (wenn ihr nicht wollt, dass das auf eurer Facebook-Seite angezeigt wird, wählt darüber “No thanks” aus.

4. Fertig! Vielen vielen Dank!

 

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19. Juni 2011 von admin

Post von unserem Patenkind

Am Donnerstag lag erfreuliche Post im Briefkasten: ein Brief von unserem Patenkind Daniela aus Honduras. Ihr erinnert euch vielleicht, dass wir seit diesem Jahr eine Patenschaft bei Plan Deutschland e.V. übernommen haben.

Da Daniela noch zu klein ist, um Lesen oder Schreiben zu können, hat sie ein tolles Bild gemalt. Wunderschön, oder?

Wenn ihr euch auch engagieren wollt, findet ihr bei Plan Deutschland  e.V. viele Möglichkeiten, z.B. eine Patenschaft ab 25€/Monat.

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24. April 2011 von admin

100 Euro Spendenscheck

Die März-Aktion ist zu Ende. Der gesamte Erlös aller verkauften Hintergrundsounds geht an das Aktionsbündnis ME/CFS zur Unterstützung der Info-Aktionen am 12. Mai (weltweiter ME/ CFS-Tag).

Insgesamt sind knapp unter 100€ zusammengekommen. Wir haben den Betrag auf volle 100 Euro aufgerundet und die Überweisung gerade getätigt.

Wir freuen uns, einen kleinen Beitrag leisten zu können, danken euch für eure Unterstützung und sind unserem Spendenziel für dieses Jahr wieder ein Stückchen näher gekommen.

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2. April 2011 von admin

Aktion: Alle Erlöse aus Hintergrundsounds werden gespendet

Am 12. Mai findet der weltweite ME/CFS-Tag statt. Seit über einem Jahr unterstützen wir ja den Selbsthilfeverband Fatigatio, der Betroffenen dieser schweren Multisystemerkrankung hilft. In Deutschland kämpfen die Erkrankten leider immer noch um die Anerkennung der Krankheit und ein Recht auf angemessene Behandlung (was in anderen Ländern längst Realität ist).

Das besondere Dilemma dabei: die schweren Fälle haben keine Kraft, um auf sich aufmerksam zu machen, von ihnen sieht und hört man also nichts. Und die weniger schwer Erkrankten, die sich öffentlich einsetzen (können), vermitteln das Bild, dass “es so schlimm ja nicht sein kann, wenn man noch demonstrieren und Briefe schreiben kann”.

Um den diesjährigen Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit vom 11.-13.Mai 2011 zu nutzen und Ärtze und Fachbesucher über die Krankheit zu informieren, ist das Bündnis ME/CFS mit einem Informationsstand auf dem Kongress vertreten. Dieses dringend notwendige Vorhaben möchten wir gerne finanziell unterstützen.

Aus diesem Grund werden im März alle Shop-Einnahmen aus der Kategorie Hintergrundsounds an das Bündnis gespendet. Die Spenden werden verwendet für Druckkosten (Info-Flyer etc.), Standgebühren, Presseinformationen etc.

Wenn ihr also eure Neuro-Programmer-Sessions oder allgemein euer Entspannungs- und Mentaltraining etwas abwechslungsreicher gestalten und dabei noch etwas Gutes tun wollt, holt euch die Hintergrundsounds im März. Die Sounds lassen sich übrigens auch ohne Neuro Programmer oder sonstige Tools prima als entspannende Geräuschkulisse im Alltag einsetzen.

Alle Einnahmen rechnen wir Anfang April zusammen, runden sie auf den nächsten Hunderter auf und spenden das Geld unverzüglich. Was die Aktion eingebracht hat, erfahrt ihr natürlich wie immer hier im Blog.

Jetzt Hintergrundsounds bestellen.

Wer mehr über ME/CFS erfahren möchte, findet hier ein Interview mit der Vorsitzenden von Fatigatio e.V.

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5. März 2011 von admin

Neues soziales Engagement 2011

Wie ihr wisst, spenden wir jeden Monat an den Selbsthilfeverband Fatigatio e.V.. Dieses Jahr werden Spenden in Höhe von ca. 1.000 Euro zusammenkommen.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Spendenbetrag jedes Jahr zu erhöhen. Das Ziel für nächstes Jahr liegt bei 1.200 Euro. Davon gehen wieder 1.000 Euro an Fatigatio.

Zur Erweiterung der Spendenaktivitäten haben wir uns entschieden, 2011 eine Patenschaft für ein Kind bei Plan Deutschland e.V. zu übernehmen. Plan ist eines der größten Kinderhilfswerke der Welt und vermittelt Patenschaften für Kinder in den ärmsten Nationen. Mit den Patenschaften werden zum Beispiel Bildungseinrichtungen gebaut, Brunnen gegraben, die Krankenversorgung sichergestellt oder sonstige Hilfe zur Selbsthilfe geleistet. Wir halten das für einen sehr wertvollen Zweck.

Diese Woche kam schon die Mappe mit den Patenschaftsunterlagen an. Wir unterstützen ein kleines Mädchen (2,5 Jahre) aus Honduras und freuen uns, etwas zur Verbesserung der Lebenssituation beitragen zu können.

Wenn ihr auch eine Patenschaft übernehmen wollt, findet ihr alle Informationen auf der Website von Plan Deutschland:

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12. Dezember 2010 von admin

And the winner is…

Die große Verlosungsaktion ist beendet! Wir freuen uns sehr über die vielen Kommentare, 33 an der Zahl. Die teilweise sehr ausführlichen Kommentare beschreiben eindrucksvoll, wie breit das Spektrum an Methoden der Persönlichkeitsentwicklung ist und dass jeder seinen eigenen Weg finden muss; die Methode, die zu ihm passt.

Ach ja, das Wichtigste:

Gewonnen hat Kommentar Nummer 11!

Herzlichen Glückwunsch, Berit. Wir wünschen viel Spaß mit deiner Mind Machine.

Alle, die nicht gewonnen haben, finden in unserem Shop trotzdem Mind Machines zu günstigen Preisen. In den nächsten Tagen kommt eine Neulieferung an Proteus Mind Machines an! Wer jetzt schon vorbestellen möchte, kann das gerne tun.

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5. März 2010 von admin

Interview mit Fatigatio e.V.

Frau Zurhorst, die Vorsitzende des Vereins Fatigatio e.V., an den wir dieses Jahr einen Teil unseres Umsatzes spenden werden, hat sich zu einem Interview zur Verfügung gestellt. Wir sehen es als wichtige Aufgabe, über das Chronische Erschöpfungssyndrom zu informieren. Diese schwere Krankheit wird in der Öffentlichkeit noch immer nicht wahrgenommen oder leichtfertig als depressive Verstimmung abgetan. Die Betroffenen leiden jedoch schwer unter der Krankheit und den damit eingehergehenden Ausgrenzungen und Einschränkungen. Vielleicht können wir einen Teil dazu beitragen, dass sich diese Situation ändert.

Frau Zumhorst, vielen Dank für Ihre Zeit. Bitte stellen Sie doch Ihren Verband kurz vor.

Der Fatigatio e.V. (Bundesverband Chronisches Erschöpfungssyndrom CFS / ME / CFIDS) ist eine bundesweit arbeitende Selbsthilfeorganisation, in der sich über 1000 überwiegend CFS-Kranke zusammengeschlossen haben. Gegründet wurde er 1993 in Bonn. Seit 2002 ist der Hauptsitz Berlin. Es gibt aktive Regionalgruppen in Frankfurt, Heidelberg, München, Stuttgart und Berlin. Weitere Regionalgruppen sollen gegründet werden. Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 40 € (ermäßigt 25 €).

Die Tätigkeiten des Fatigatio e.V. sind vielfältig:

  • Eine Anlaufstelle für Betroffene sein
  • Kontakt unter Betroffenen herstellen, um sie aus ihrer häufig vorhandenen Isolation herauszuholen und Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.
  • Beratung von Betroffenen: Betroffene suchen oft jahrelang nach einem Arzt, der auf ihr Leiden eine Antwort weiß. Wir versuchen Betroffenen Ärzte zu nennen, die offen für das Thema CFS sind und CFS-Patienten mit Respekt behandeln, auch wenn die Krankheit an sich bisher nur sehr eingeschränkt behandelt werden kann. Ebenso halten wir eine Datenbank über soziale Anlaufstellen bereit, an die wir Betroffene je nach Problemlage weiter verweisen können. Für sozialrechtliche Fragen (z.B. Arbeitsunfähigkeit, Krankengeldzahlung, Schwerbehindertenstatus, Antrag auf Erwerbsminderungsrente u.a.) verweisen wir Ratsuchende an einen juristischen Experten, der für Mitglieder eine kurze kostenlose Erstberatung anbietet.
    Aber: als Laien führen wir keine medizinische Beratung durch, empfehlen also weder bestimmte Ärzte, noch bestimmte Kliniken, noch bestimmte Therapien sondern geben Erfahrungen von Betroffenen an Betroffene (oder ihre Angehörigen) weiter.
  • Betroffene über die Krankheit und die neueste CFS-Forschung, die neuesten Behandlungsansätze informieren (über die Mitgliederzeitschrift, die Internetseite und regionale und nationale Vortragsveranstaltungen), damit sie als informierte Patienten besser mit der Krankheit und mit den behandelnden Ärzten umgehen können.
  • Die Krankheit in der Öffentlichkeit durch Medienarbeit (z.B. zum 12. Mai, dem Internationalen CFS-Tag) sowohl bei Ärzten als auch in der allgemeinen Öffentlichkeit bekannter machen und das Verständnis für die Krankheit verbessern.
  • Ärzte mit Informationen zu CFS überhaupt und zur neuesten CFS-Forschung versorgen.
  • Kontakt unter Ärzten herstellen, die sich mit dem CFS befassen (Wissenschaftlicher Beirat).
  • CFS-Forschung in Deutschland fördern oder zumindest – mit den vorhandenen bescheidenen Mitteln – eine Anschubfinanzierung leisten, damit in Zukunft auf der Basis erster anerkannter Ergebnisse Fördermittel aus öffentlichen Töpfen beantragt werden können.

Fernziele unserer Arbeit sind:

  • Anerkennung von CFS als primär körperliche Krankheit in der Ärzteschaft und damit auch bei Versicherungsträgern und sozialen Versorgungsstellen (Basis WHO, ICD-10 G 93.3).
  • Fortbildung und Ausbildung der Ärzte in diesem Sinne.
  • Damit auch: Beendigung der Falschbehandlung von CFS als vermeintlich psychische Erkrankung, Depression oder Wahrnehmungsstörung.
  • Aufbau von ambulanten CFS-Behandlungszentren oder CFS-Schwerpunktpraxen, wo in CFS-Diagnostik und -Behandlung geschulte Ärzte arbeiten.
  • Einrichtung von Pflege- und Versorgungsplätzen für Schwerstbetroffene, die nicht von Angehörigen oder anderen betreut und versorgt werden können
  • Die CFS-Forschung fördern, die das Ziel verfolgt, einen sicheren Bio-Marker für die Krankheit zu finden.
  • Die CFS-Forschung fördern, die nach effizienten Behandlungswegen sucht.
  • Ein besseres Verständnis der Ursachen und Mechanismen der Krankheit CFS sollte dazu führen, Möglichkeiten der Prävention zu entwickeln.

Auf welche Probleme stoßen CFS-kranke Menschen im Alltag?

Das erste Problem eines/r Betroffenen ist, zu erkennen, dass er/sie diese Krankheit  hat. Denn
da CFS von den meisten Ärzten nicht erkannt und diagnostiziert wird, herrscht in der Regel für Monate oder Jahre, in vielen Fällen sogar lebenslang Unwissenheit über die eigene Erkrankung
Unverständnis besteht auch seitens der menschlichen Umwelt (auch oft in dem Fall, dass der Betroffene schon weiß, was er hat und das auch zu erklären versucht), da es eine nicht sichtbare Erkrankung ist und sich Gesunde eine Erschöpfung, wie sie für CFS typisch ist, einfach nicht vorstellen können, weder in der Dauer noch in der Ausprägung.
Lang andauernde Arbeitsunfähigkeit gefährdet den Arbeitsplatz, man ist der Arbeitskraft als Existenzgrundlage beraubt. Finanzielle, existenzielle Probleme sind die Folge. Es kommt zum sozialen Abstieg, viele Betroffene werden zum “Sozialfall”. Glück haben die, die in dieser Not von ihrer Familie aufgefangen werden können.
Die für den Fall der Erwerbsunfähigkeit vorgesehenen Netze der sozialen Absicherung greifen nicht, da die Erwerbsunfähigkeit durch CFS von den Versicherungsträgern meist bestritten wird. Betroffene werden in sinnlose und falsche, oft verschlimmernde Reha-Maßnahmen gezwungen, wo zu allem Überfluss ihre “Arbeitsfähigkeit” im Auftrag der DRV festgestellt wird.
Jugendliche Betroffene können die Schule nicht abschließen oder die Schule versucht den Schulbesuch zu erzwingen, weil kein Arzt erkennt, dass CFS einen solchen unmöglich machen kann. Es ist extrem schwierig, die Beschulung eines betroffenen Kindes zu Hause unter CFS-kompatiblen Bedingungen (soweit das überhaupt möglich ist) zu erreichen.
Junge Erwachsene können die Ausbildung nicht beenden, nicht ins Leben starten, keine Beziehungen eingehen, keine Familie gründen, denn CFS bedeutet, zu Hause im Bett liegen zu müssen, n i c h t s tun zu können.  Junge Erwachsene kehren als Pflegefall zu ihren Eltern zurück und werden wieder völlig von ihnen abhängig. Und das ohne Perspektive der Besserung, da es keine effiziente Behandlungsmöglichkeit gibt, die den Betroffenen innerhalb einer irgendwie noch akzeptablen Zeitspanne wieder halbwegs fit machen könnte. Im zweiten, dritten, vierten …. der Krankheit haben Betroffene den Eindruck, dass das Leben an ihnen vorüberzieht.
Bei Alltagsdingen, z.B. einkaufen, können Menschen mit der unsichtbaren Krankheit CFS nicht erwarten, dass Ihnen geholfen wird, z.B. beim Tragen schwerer Einkaufstaschen oder Vorlassen in einer Schlange, denn sie sind ja meistens viel zu  jung, um als gebrechlich erscheinen zu können. Und viele sehen im Prinzip “gesund” aus.
Man glaubt ihnen die Krankheit nicht.

Wie wird CFS in der medizinischen Gemeinschaft gesehen?

Die Mainstream-Meinung unter den Medizinern ist: CFS ist doch nur eine eingebildete Krankheit, wieder so eine Modeerscheinung, die aus Amerika herübergekommen ist.
Allenfalls eine psychosomatisch bedingte mentale Erschöpfung oder eine durch Depression bedingte Antriebs- und Kraftlosigkeit, die durch bewährte psychotherapeutische Maßnahmen (Motivierung, Aktivierung, Verhaltens- und Gesprächstherapie) und evtl. Psychopharmaka (Antidepressiva) behandelt werden kann.
Oder: es handelt sich um schwierige Patienten, die eine falsche Krankheitswahrnehmung haben und Problemchen, die alle haben, völlig übertreiben und gerne krank sein wollen (“subjektiver Krankheitsgewinn”), um Aufmerksamkeit und Zuwendung von ihrer menschlichen Umwelt zu bekommen.
In Deutschland gibt es schätzungsweise nicht mehr als ein paar hundert Mediziner, die CFS als Krankheit ernst nehmen. Behandlungsansätze haben vielleicht 50 von ihnen. Wirkliche Experten für die Krankheit gibt es kaum, man kann sie buchstäblich an einer Hand abzählen.

Diese wenigen Ausnahmemediziner suchen nach der Ursache / den Ursachen für CFS in folgenden medizinischen Bereichen (wofür sie nicht selten von den “Mainstream-Medizinern” angefeindet oder belächelt werden):

  • Immunologische Erklärung
  • Neuro-endokrinologische Erkl.
  • Toxikologische Erkl.
  • Genetische Disposition und erworbene Genschäden

Welche Möglichkeiten haben Kranke aktuell, ihr Leiden zu mindern?

Wesentlich ist die Akzeptanz der neuen Situation, Identifikation mit dem Zustand, der zumindest mittelfristig nicht zu ändern ist.
Wichtig ist, zu verstehen, dass man auf jeden Fall für längere Zeit (CFS rechnet sich in Jahren, nicht in Wochen oder Monaten), nicht leistungsfähig sein wird. Hilfen organisieren, sich versorgen lassen, wenn möglich.
Aufhören, immer wieder Leistungen erbringen zu wollen, die man früher mal erbringen konnte. CFS setzt normale Leistungsmaßstäbe außer Kraft.
Aufhören, immer wieder gegen diese Wand zu laufen, also etwas leisten zu wollen, was man nicht kann. Denn das bedeutet, sich immer wieder auszupowern, seine Grenzen zu überschreiten, was langfristig eher zu Verschlimmerung als zu Besserung führt.
Stattdessen: Belastungsmanagement, Pacing: seine Kräfte realistisch beurteilen und einteilen. Sich genau überlegen: was kann ich, was kann ich nicht. Und dann das, was ich nicht kann, konsequent aus der Aktivitätenliste streichen. Ein Programm machen, bei dem die Belastungsgrenzen nicht überschritten werden. Erholung und Pausen präventiv einlegen, nicht an die Leistungsgrenze oder gar darüber hinaus gehen. Energie ansammeln, bevor man etwas davon wieder ausgibt (wie ein Sparkonto bei der Bank, wo man auch erstmal einiges anspart, bevor man etwas ausgibt). Gewonnene Energie für leichtes körperliches “Training” nutzen (wie viel und was hängt vom Schweregrad ab).
Eine weitere Säule der “Selbstbehandlung” ist die Ernährung: Unabdingbar ist die Umstellung auf eine konsequent gesunde Ernährung, Schadstoffe weitestgehend meiden, wertvolle Lebensmittel zu sich nehmen + Nahrungsergänzungmittel, Vitamine, Q 10, NADH. Viel Wasser oder gesunde Tees trinken (Ausleitung von Schadstoffen). Und das für lange Jahre.
Also: optimale Versorgung des Körpers sicherstellen, damit er sich langfristig erholen kann.

Wie schätzen Sie mentale Techniken (wie Selbsthypnose, Meditation, verschiedene Entspannungsmethoden usw.) bei der CFS-Therapie ein?

Sich Entspannungstechniken  (z.B. autogenes Training) anzueignen und diese Entspannungsübungen dann täglich anzuwenden, ist ebenso ein wichtiger Baustein des Krankheitsmanagements, d.h. des Umgehens des Kranken mit sich selbst. Tiefe Entspannung ist Voraussetzung, um Kraft zu schöpfen. Wichtig ist auch die Wiederherstellung eines guten, erholsamen Schlafs, evtl. kann man auch vorübergehend mit leichten Schlafmitteln etwas nachhelfen..

Wie geht man mit der Ungewissheit und der Angst vor einer Zukunft mit CFS um?

Schwierig. Es kann durchaus sinnvoll sein, hier psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, um die neue, sehr belastende und sich mindestens über Monate, in der Regel über Jahre wenig ändernde Situation zu akzeptieren. Wichtig: sich neue Wertvorstellungen aneignen, neue und andere Ziele setzen, sich andere “schöne” Dinge erschließen, die auch das Leben mit CFS lebenswert machen. “Normale” Ziele wie beruflichen Erfolg und Fitsein etc. relativieren. Wissen, dass eine lange, vielleicht sehr lange Auszeit Voraussetzung ist, für die Wiederherstellung der Kräfte, für die Genesung des Energiehaushalts.

Welche Tipps können Sie CFS-Kranken geben, die gerade erst erkennen, dass sie sehr wahrscheinlich CFS haben?

Diese Frage wird zum Teil sicher schon durch die anderen Antworten abgedeckt. Aber um es hier noch mal auf den Punkt zu bringen:
Wenn die Diagnose gesichert ist (so gesichert sie eben sein kann), versuchen, m i t  der Krankheit – nicht gegen sie – zu leben. Belastungsmanagement (“Pacing”), gesunde Ernährung, Versorgung mit wichtigen Nährstoffen, tiefe Entspannung, sich helfen und versorgen lassen, Geborgenheit finden. Neu gewonnene Energie – mit Bedacht – für “Training” nutzen. Von den “normalen” Leistungs- und Erfolgsmaßstäben unserer Gesellschaft Abschied nehmen und sich neue, cfs-kompatible Beschäftigungen und schöne Erlebnisse finden. Hilfe durch einen CFS-sensibilisierten Mental-Trainer kann sinnvoll sein. Gut ist es, wenn zumindest die nahen Angehörigen eines/r Betroffenen die Krankheit und die neue Situation verstehen und den Kranken in seiner Krankheitsbewältigung aktiv unterstützen. Informationsbroschüren und -filme, Beratung durch den Fatigatio e.V. können dabei helfen.

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7. Februar 2010 von admin

Fast 800€ Spenden in 2009

Wie ihr bestimmt wisst, spenden wir einen Teil unseres Umsatzes an wohltätige Zwecke. So gehen zum Beispiel vom Neuro Programmer 2 Charity 4€ oder von der CD Die Reise in dein Inneres 2,5€ an eine gemeinnützige Einrichtung.

Im letzten Jahr war dies Dunkelziffer e.V.. Insgesamt sind Spenden in Höhe von 760€ zusammengekommen (dazu kommen noch 60€ an den WWF :-) ).

Als Nachweis, das wir euch auch nichts Falsches erzählen, haben wir die Spendenquittung eingescannt:

In diesem Jahr gehen unsere Spenden, dank eurer Abstimmung, an Fatigatio e.V.  Mehr dazu demnächst im Blog.

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3. Februar 2010 von admin

Und die Spendenchecks gehen an…

Die Abstimmung ist beendet. Die Leser des Neuro-Blogs haben entschieden, wohin unsere Spenden im Jahr 2010 gehen sollen. Das Ergebnis fiel folgendermaßen aus:

  • Fatigatio e.V.: 34%
  • Dunkelziffer e.V.: 29%
  • Deutsche Kinderkrebshilfe: 26%
  • Deutsches Rotes Kreuz: 6%
  • Weißer Ring e.V.: 6%

Damit ist es amtlich: die Spendenchecks dieses Jahr gehen an Fatigatio e.V., dem Bundesverband für Betroffene des Chronischen Erschöpfungssyndroms (CFS).

CFS ist eine schlimme Krankheit, die noch dadurch verschlimmert wird, dass sie in der Öffentlichkeit und in weiten Kreisen der Ärzteschaft nicht als “richtige” Krankheit anerkannt ist. Oft gilt sie noch als Burn-out-verwandte oder psychische Krankheit, obwohl das eigentlich schon längst widerlegt ist. Die Betroffnen leiden sehr darunter, sich immer und immer wieder erklären zu müssen. Vielleicht können wir mit unserer Aktion etwas dazu beitragen, dass CFS im öffentlichen Bewusstsein bekannter wird.

Wir haben bei Fatigatio angefragt, ob sie uns für ein kurzes Interview bereitstehen und warten gespannt auf die Antwort.

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22. Januar 2010 von admin