Archive for Juli, 2010

Interview mit Ralf Senftleben

Über Ralf Senftleben werden viele von euch schon gestolpert sein, vielleicht ohne es zu wissen. Ihm gehört nämlich die Website Zeit-zu-leben.de, eine unerreicht umfangreiche Quelle an Artikeln, Checklisten und Downloads (die erhält man bei Anmeldung zum spannenden Newsletter). Wir haben Ralf für ein Interview gewinnen können. Viel Spaß.

1. Hallo Ralf. Stell’ dich doch bitte sich und deine Seite unseren Lesern kurz vor.

Hallo an alle Leser hier. Ich freue mich, dass ich für dieses Interview eingeladen wurde und das ich hier sein darf. Mein Name ist Ralf Senftleben und ich betreibe seit 11 Jahren – zusammen mit meiner Frau Tania Konnerth – einen Online-Ratgeber zum Thema Persönlichkeitsentwicklung: http://www.zeitzuleben.de

Ich bin 42 Jahre alt, eigentlich Informatiker, habe aber mein Hobby zum Beruf gemacht und das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Heute verbringe ich meine Tage damit, zu schreiben, zu planen oder Produkte zu entwickeln. Wer noch mehr über mich erfahren möchte, kann das hier tun: http://www.zeitzuleben.de/profile/ralfsenftleben.html

2. Deine Seite ist ja zu einer der umfang- und einflussreichsten deutschsprachigen Informationsquellen zu den Themen Zeit- und Selbstmanagement, persönlicher Erfolg etc. geworden. Welche Themen werden von Lesern häufig an dich herangetragen? Gibt es Häufungen
bei den Problemen, die die Menschen beschäftigen?

Es gibt tatsächlich einige Kernthemen, die unsere Besucher übergreifend beschäftigen. Diese Themen sind unter anderem:

  • Selbstwert,
  • Angst vs. Mut,
  • Klarheit/Sinn,
  • Einsamkeit vs. Gemeinsamkeit und
  • Sattheit vs. Entschlossenheit.

Die meisten Probleme, die an uns herangetragen werden, sind Ausprägungen dieser Grundthemen.

Wenn jemand sich nicht traut, für sich einzustehen oder wenn jemand sich selbst immer wieder sabotiert, dann steckt oft ein ausbaufähiges Selbstwertgefühl dahinter.

Oder wenn jemand weiß, was er möchte, sich aber nicht traut auch etwas in dieser Richtung zu unternehmen, dann ist das Grundthema oft Angst. Genauso, wenn man in einer Beziehung bleibt, die einem nicht gut tut (Angst, alleine zu sein). Angst ist das Meta-Thema.

Dann irren viele Menschen durchs Leben, ohne eine klare Richtung zu haben. Die heutige Zeit erschlägt einen ja mit Möglichkeiten. Deswegen sind die Fragen “Was will ich?” oder “Wo will ich hin?” oder “Wozu bin ich auf dieser Welt?” ein Riesenthema für viele.

Einsamkeit ist nach meiner Erfahrung ein weiterer, großer Frustfaktor für die Menschen, in unserer Zeit, in der die einzelnen immer unabhängiger voneinander werden. Früher brauche man einander zum Überleben. Heute sind wir alle, kleine, unabhängige Wirtschaftseinheiten geworden, die sich immer weiter einigeln und voneinander wegbewegen. Die meisten Menschen haben aber das Bedürfnis, Teil von etwas zu sein, Gemeinschaft zu erleben und nicht alleine durchs Leben zu gehen. Teil von etwas Größerem zu sein ist ein Riesenbedürfnis vieler Menschen, das aber heute immer öfter unerfüllt bleibt.

Zuletzt mein Lieblingsthema: Fehlende Entschlossenheit. Unglaublich viele Menschen bewegen sich im Spannungsfeld zwischen “Ich würde ja gerne etwas ändern” und “Das Alte ist ja doch gar nicht so schlecht.”

Wir sind unzufrieden und die vielen Möglichkeiten dieser Welt locken. Aber wir haben eben auch unsere bequemen und ängstlichen Anteile. Und für die meisten Menschen gilt: Solange mich die Umstände nicht zwingen, träume ich erst mal weiter. Ich mal mir aus, wie es wäre. Aber den ersten Schritt mache ich dann morgen. Also meistens nie.

Wenn einem das Wasser bin zum Hals steht, ist es einfacher in die Gänge zu kommen. Wir leben aber in einer relativ sicheren behüteten Zeit (was ja auch gut ist). Und das führt dazu, dass viele von einem noch besseren Leben träumen, ohne sich zu bewegen und dann werden sie unzufrieden mit sich. Die meisten von uns sind zu satt. Es fehlt uns der Biss, der Drive und die Entschlossenheit dazu, das einigermaßen Gute für etwas Besseres aufs Spiel zu setzen.

Das sind die Themen, die uns auf unserer Seite am häufigsten begegnen.

3. Wenn jemand dich um 3 einfache Ratschläge fragt, um sein Leben glücklicher zu gestalten, was rätst du ihm? Und was, wenn es ihm um beruflichen Erfolg geht?

Hui. Knifflich. Weil es ja auch immer auf den jeweiligen Menschen ankommt und seine Situation. Aber wenn ich generische Tipps für den persönlichen Erfolg formulieren sollte, dann vieleicht einige Dinge, die wahrscheinlich jeder schon 1000 mal gehört hat:

1. Lerne dich selbst besser kennen. Verstehe dich besser. Finde heraus, wer du bist, was du kannst, was du nicht so gut kannst. Finde heraus, was dir wichtig ist. Finde heraus, was du brauchst, um glücklich und zufrieden zu sein.

2. Mach dein Ding. Hör nicht so sehr auf die anderen. Glaub auch nicht alles, was du hörst. Hab auch den Mut deine Fehler zu machen und daraus zu lernen. Versuch nicht jemand anderes zu werden sondern der beste “Du” zu werden.

3. Erkenne und überwinde deine Ängste. Ängste sind ein ziemlich guter Wegweiser für das persönliche Wachstum und meistens geht der Weg durch die Angst hindurch.

Und für den beruflichen Erfolg:

1. Siehe “Nr. 1″ vom persönlichen Erfolg :-)

2. Das Berufsleben ist ein Markt mit Angebot und Nachfrage. Und wenn ich einen hohen Preis auf diesem Markt erzielen wil (Gehalt) und wenn ich mir den Ort meines Wirkens aussuchen will (Firma, Arbeitsplatz, Aufgabe), dann muss das Produkt “Meine Arbeit” einen hohen Wert haben. Und einen hohen Wert hat das, was man nicht überall bekommt, was also selten ist. So wie Gold. Deswegen wäre mein Tipp hier, immmer weiter zu schauen, was meine Wunschunternehmen brauchen, bei und bei welchen gefragten Kenntnissen / Fähigkeiten ein wirklicher Mangel besteht. Was also Unternehmen als Gold betrachten. Und dann lerne und trainiere ich mich selbst, bis ich auf diesem Gold-Gebiet so richtig gut geworden bin, so dass ich mir meinen Arbeitgeber aussuchen kann. Es geht darum, was die eigene Arbeitskraft angeht, von einem Käufer- in einen Verkäufermarkt zu kommen, so dass man seine eigenen Bedingungen diktieren kann.

3. Das Berufsleben besteht in vielen Fällen zu einem Großteil in zwischenmenschlicher Kommunikation. Deswegen würde ich jedem empfehlen, in diesem Bereich (noch) besser zu werden. Also zum Beispiel zuhören zu lernen, gewaltfrei zu kommunizieren, seinen Punkt in wenigen Worten rüberzubringen usw.

Das wären meine Tipps für den Erfolg, aber wie gesagt, sie sind eher allgemein.

4. Was ist der größte Hemmschuh bei der persönlichen Produktivität der Menschen und wie lässt sich diese verbessern?

Auch das kann man so nicht allgemein sagen, weil ja jeder anders tickt.

Aber ganz oft steckt hinter einer schlechten Produktivität irgendeine Art von innerem Konflikt.

  • Ich will! Aber ich will auch nicht.
  • Ich sollte eigentlich! Aber ich komme damit durch, es nicht zu tun!
  • Ich sollte es tun! Aber ich habe Angst zu versagen!
  • Wenn ich es nicht tue, gibt es Ärger! Aber ich will es nicht tun!

Hier hilft es meistens, wenn man innere Konflikte erkennt, den Konflikt aus dem Halbbewussten hervorholt und dann anfängt mit sich selbst zu verhandeln.

“Ja, ich will das jetzt nicht tun … aber wenn ich es tue, dann hat es den Vorteil, dass …”

“Ok, die Aufgabe ist anstrengend und uncool… aber willst du deswegen jeden Tag ein schlechtes Gewissen haben oder willst du jetzt lieber 20 Minuten investieren und die Sache hinter dich bringen?”

Mit sich selbst reden hilft manchmal :-)

Oft haben wir auch nicht gelernt, Frust und Druck auszuhalten, die manchmal damit einher gehen, wenn man produktiv sein will. Viele tragen noch die kindliche Vorstellung mit sich rum, dass alles Spaß machen muss, damit ich es tue. Manche Dinge machen keinen Spaß. Oder sie machen zumindest am Anfang keinen Spaß. Wer lernt, diese Hürde zu überwinden, der wird automatisch produktiver. Das kann man gut trainieren, indem man jeden Tag ritualmäßig eine kleine, unangenehme Aufgabe erledigt.

Auch ganz wichtig: Die produktivsten Menschen, die ich kenne, beherschen meistens eine Sache: Die Kunst anzufangen. Anfangen ist oft das Schwerste und gleichzeitig schon 50% des Erfolgs. Das heisst, wer sich selbst routiniert dazu bringen kann, mit seinen Aufgaben zügig anzufangen, der hat das Spiel Produktivität schon beinahe gewonnen.

5. Welche drei Veränderungen würden unsere Gesellschaft am stärksten positiv verändern, wenn sie jeder umsetzen würde?

Wow, das nenne ich eine Frage! Ich habe natürlich überhaupt keine Ahnung. Einzelne Menschen sind ja schon kompliziert und wenn man 80 Millionen Menschen nimmt (also unsere Gesellschaft), macht es die Sache nicht einfacher.

Aber ich glaube, dass die Idee, bei sich selbst anzufangen, transformierende Wirkung haben könnte. Also wenn sich jeder bei einem Konflikt, Problem oder einem Missstand immer zuerst fragen würde:

  • “Was ist mein Anteil daran?”
  • “Was habe ich getan oder unterlassen, so dass es dazu kommen konnte?”
  • “Was kann ich tun, um einen kleinen Teil dazu beizutragen, diesen Missstand zu beheben?”

Es geht letzlich um das Thema Verantwortung. Zu erkennen, dass wir Teil eines großen Ganzen sind und dass jeder von uns Einfluss auf die Gesellschaft nehmen kann, wenn er will und wenn er die Energie dazu aufbringt.

Vielleicht brauchen wir ein 11. Gebot: Fang immer bei dir an.

Etwas anderes fällt mir in diesem Zusammenhang leider nicht ein. Die Frage ist mir zu groß :-)

So… prima… Felix, ich danke dir für die Einladung zu diesem Interview. Es hat mir Spaß gemacht, deine Fragen zu beantworten.

Herzlichen Dank, Ralf, für die spannenden Antworten auf die – zugegebenermaßen – schwierigen Fragen. Ich dachte mir einfach, einen Mann deines Kallibers kann man schon mal mit “großen” Fragen herausfordern. Deine Antworten bestätigen meine These :-)

{lang: 'de'}
29. Juli 2010 von admin

Ein kompletter NLP-Tag fast geschenkt

Einer der bekanntesten NLP-Trainer Deutschlands, Julian Wolf, feiert Geburtstag – und das auf eine ganz besondere Art. “Julian & Friends” heißt das Event am 31. Juli 2010 in Köln, zu dem er 7 hochkarätige Trainer eingeladen hat, u.a.

  • Benedikt Ahlfeld, in der Pick Up Szene bekannt wie ein bunter Hund und einer der jüngsten NLP-Trainer überhaupt
  • Tom Krause, seines Zeichens Hypnose-Ausbilder
  • Eva Thiel, Leiterin der Kölner Impro-Schule
  • Danny Adams, ebenfalls eine Größe der PU-Szene
  • und weitere Top-Referenten.

An diesem nächsten Samstag erwarten uns also sieben interessante und mitreissende Vorträge, aus denen jeder Teilnehmer viel für sich mitnehmen wird, soviel kann man glaube ich im Voraus schon sagen.

Und was kostet der Spaß jetzt?

Da gib es zwei Varianten: wer vor Ort essen möchte, kann die Version mit Buffet oder Mehrgang-Menü wählen (in der Version ist auch eine DVD mit allen Vorträgen des Tages enthalten). Diese kostet 129,00 €.

Wer sich selber verpflegen möchte (z.B. in einem der umliegenden “Fast Food”-Restaurants), der ist schon mit 49,00 € dabei!

Aber es kommt noch besser!

Für meine Blog- und Newsletter-Leser habe ich Gutscheine von Julian bekommen. Mit diesen Gutscheinen zahlt ihr nur 29,00 € bzw. 109,00€ (inkl. Verpflegung und DVD) für den ganzen Tag! So günstig kommt ihr mit Sicherheit nie wieder an ein Event dieser Klasse!

Wenn ihr zu diesem Sonderpreis teilnehmen wollt, meldet euch beim NeuroLetter an. Die Bestätigungsmail nach der erfolgreichen Anmeldung enthält den Gutscheincode, dee ihr bei der Anmeldung angeben müsst, um 20 Euro zu sparen.

Zum NeuroLetter anmelden und den 20-€-Rabatt bekommen

Durch die Anmeldung zum NeuroLetter geht ihr selbstverständlich noch keinerlei Verpflichtung ein und ihr könnt euch auch jederzeit wieder abmelden.

Also, wir sehen uns am Samstag bei Julian & Friends!

Glutenunverträglichkeit

{lang: 'de'}
23. Juli 2010 von admin

Zwei Arten der Zielplanung

Ziele erreichen mit NLPHin und wieder beschäftigen wir uns hier im Neuro-Blog mit dem Thema Ziele. Denn ihr wisst bereits: Nur wer sich (richtig) Ziele steckt, kann sein Potenzial voll ausschöpfen und wirklich Großes erreichen. Für gute Ziele gibt es wichtige Kriterien wie zum Beispiel die SMART-Formel. Diese Kriterien helfen, dass man das Ziel auch wirklich erreicht.

Es gibt jedoch noch ein anderes Merkmal, anhand dessen sich Ziele unterscheiden lassen: die Richtung!

Grundsätzlich gibt es zwei Arten der Zielsetzung:

  1. Von der aktuellen Situation ausgehend: man kann sich hinsetzen, sich die aktuelle Situation anschauen und dann planen, was realistisch zu erreichen ist. Hat man heute z.B. ein Monatseinkommen von 3.000€, wäre es ein realistisches Ziel, dieses innerhalb eines Jahres auf 3.500€ zu erhöhen. Diese Art der Zielsetzung (von der Ist-Situation ausgehend) lernt man in der Schule bzw. auf der Uni, das ist die “normale” Art, sich Ziele zu setzen.
  2. Von der Wunschsituation ausgehend: Richtig große Ziele werden aber nur erreicht, wenn man sich von der Ist-Situation löst und die Ziele dort hinlegt, wo man wirklich hinmöchte. Solche Ziele sind zwangsläufig größer als bei der ersten Variante, und damit auch schwerer zu erreichen. Aber sie motivieren auch sehr viel stärker und ermöglichen größere Erfolge. So kann das Ziel zum Beispiel lauten, innerhalb eines Jahres das Monatseinkommen auf 6.000€ zu erhöhen. Dieses Ziel ist sehr hoch gesteckt, eine Verdoppelung von 100%. Mit Sicherheit schwer zu erreichen, aber nur solch ein hohes Ziel weckt wirklich Energien und motiviert, um auch wirklich ins Handeln zu kommen.

Arnold Schwarzenegger hat die zweite Methode verwendet. Er hat sich jedes Jahr an Sylvester hingesetzt und sich 5 große Ziele fürs nächste Jahr überlegt. Von der Ist-Situation sahen diese Ziele wohl unmöglich aus, aber er hat sie Jahr für Jahr erreicht.

Und selbst wenn man die großen, unrealistischen Ziele nicht erreicht: die Ergebnisse werden in jedem Fall besser ausfallen als bei den “realistischen”, kleineren Zielen.

Wie setzt ihr euch Ziele? Welche Methode verwendet ihr?

Fotoquelle: Stefan Rajewski – Fotolia.com

{lang: 'de'}
23. Juli 2010 von admin

Informationsdiät – schon mal probiert?

In vielen Erfolgsbüchern liest man davon, dass man sich auf eine “Informationsdiät” setzen soll. Zuletzt ist mir dieses Konzept bei Timothy Ferris in seiner 4 Stunden Woche begegnet.

Unter “Informationsdiät” versteht man das bewusste Von-sich-Fernhalten von Informationen, insbesondere aus den Massenmedien. Zu vermeiden sind

  • Fernsehen
  • Radio
  • Zeitungen und Zeitschriften
  • Internetseiten
  • Werbung jeglicher Art (so gut wie möglich)
  • und alle sonstigen Informationen, die einen nicht direkt weiterbringen.

Der Hintergrund ist folgender: Wir alle werden ständig mit Informationen überschüttet. Die überwiegende Mehrheit davon ist negativer Natur. Wir werden über Kriege und Naturkatastrophen informiert, über Skandale in der Politik oder die Ausschweifungen irgendwelcher Promi-Sternchen. Nichts davon ist für ein erfolgreiches und erfülltes Leben wichtig.

Deshalb raten Ferris und andere dazu, sich einer konsequenten Informationsdiät zu unterziehen. Also kein Fernsehen mehr, keine Zeitungen (auch keine Online-Angebote der Zeitungen), kein Radio mehr beim Autofahren etc. Wichtige Informationen kann man auch beim Gespräch mit Bekannten erfragen (Ferris rät zur Formulierung wie “Ich habe heute noch keine Zeitung gelesen. Ist irgend etwas Wichtiges in der Welt passiert?”).

Das Ganze soll mehrere positive Nutzen haben:

  • man hält negative Dinge, die einen nur belasten, aus seinem Leben fern
  • man steigert die eigene Lebensfreude und denkt positiver
  • man hat deutlich mehr Zeit, weil “verlorene Zeit” wie die vor dem Fernseher wegfällt
  • man nutzt Zeit mit anderen Menschen intensiver, anstatt sich vor dem Fernseher anzuschweigen oder sich hinter der Zeitung zu verkriechen.

Was denkt ihr darüber? Habt ihr so eine Informationsdiät schon einmal ausprobiert? Oder lebt ihr gar schon danach?

Ist das ein lohnenswertes Konzept? Oder gehört es zu den Pflichten eines modernen Menschen, sich über die Geschehnisse auf der Welt zu informieren? Wie ist eure Meinung dazu?

Ist eine Informationsdiät sinnvoll?

View Results

Loading ... Loading ...

Bildquelle: © frugola @ Pixelio.de

{lang: 'de'}
14. Juli 2010 von admin

Wie Sie Ihre Träume vor der Reizüberflutung des modernen Alltags retten – Teil 3

Hier kommt der letzte Teil des spannenden Artikels zum Luziden Träumen von Jens Thiemann.

Hier geht’s zu Teil 1.
Hier geht’s zu Teil 2.

Nachdem Sie sich ein klares Bild von der ersten Szene, die sich so in Ihrem Kopf wiederholt, gemacht haben, sollten Sie also damit beginnen, die Geschichte des Traumes zu rekonstruieren, indem Sie sich Fragen wie „Was hat zu dieser Situation geführt?“ oder „Wie bin ich an diesem Ort gelandet?“ stellen. Sie sollten mindestens die ersten 10 Minuten Ihres Morgens ganz diesen Nachforschungen widmen. Sie haben während Ihres normalen Morgenrituals noch genug Zeit, sich über den bevorstehenden Tag Gedanken zu machen. Der Versuch, sich an einen Traum zu erinnern, kann zu dieser Zeit jedoch bereits aussichtslos sein.


Sobald Sie entschieden haben, dass Sie sich an keine weiteren Details mehr erinnern können, nehmen Sie Ihr Traumtagebuch zur Hand und verfassen Sie einen kurzen Eintrag. Konzentrieren Sie sich dabei auf die Aspekte, die Ihnen am wichtigsten erscheinen und bauen Sie diese chronologisch in einen groben Umriss der Geschichte des Traumes ein. Es muss kein Meisterwerk der Literaturgeschichte werden. Viel wichtiger ist es, dass Sie grundlegende Informationen wie Orte, Personen, Handlungen, Dialoge und Gefühle in Form einer so weit wie möglich geordneten Chronologie Ihres Traumes niederschreiben.
Wenn Sie diesen Schritten einige Tage lang diszipliniert folgen, werden Sie sehr schnell bemerken, wie viele Erinnerungen Ihnen jeden Morgen verloren gegangen sind und Ihre Träume werden mit jedem Tag klarer und lebendiger, da Sie sich an immer mehr Details erinnern werden. Die hier beschriebene Methode ist so einfach und effektiv, da Sie lediglich eine natürliche Fähigkeit trainiert, die Sie im Laufe Ihres Lebens langsam verlernt haben.
Unsere Träume sind ein Geschenk, das zu wertvoll ist, um es nicht bewusst anzunehmen. Wenn dieser kleine Selbstversuch bei Ihnen Erfolge zeigt, sind Sie bereits auf dem richtigen Weg. Es muss jedoch nicht bei der passiven Betrachtung Ihrer Träume bleiben. Als ich damals mit meiner Schlafparalyse zu kämpfen hatte, wurde mir nämlich bald noch eine ganz neue Möglichkeit offenbart. Ich begann nämlich plötzlich damit, meine Träume oft bei vollem Bewusstsein zu erleben.
Ich war nun „Live“ und mit allen fünf Sinnen dabei, anstelle mich nur rückwirkend zu erinnern. Bald wurde mir klar, dass ich der Herrscher über diese Welt war und ich meine Umgebung und meine eigenen Handlungen beeinflussen konnte. Über Jahre habe ich so die wildesten Abenteuer erlebt, ohne je mein Bett verlassen zu haben und war fest davon überzeugt, übernatürliche Kräfte zu besitzen – bis mir plötzlich Haare an den verrücktesten Stellen wuchsen und ich begann, mich für andere Dinge zu interessieren.
Viele Jahre später, ungefähr zu dem Zeitpunkt, an dem ich endlich herausfand, dass eine ganz natürliche Körperfunktion, die Schlafparalyse, für meine morgendliche Lähmung in meiner Kindheit verantwortlich war, machte ich eine weitere, faszinierende Entdeckung. Meine vermeintlich übernatürlichen Kräfte konnten ebenfalls wissenschaftlich erklärt werden und basierten auf einer gleichermaßen natürlichen Fähigkeit. Die Wissenschaft verwendet für einen Traum, in dem wir uns darüber bewusst werden, zu träumen, den Begriff Klartraum oder luzides Träumen. Die Menschen, die luzides Träumen gelernt, oder, wie in meinem Fall, neu entdeckt haben und es dazu nutzen, die eigene Traumwelt zu erforschen, bezeichnen sich heute stolz als Oneironauten.
Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich diese prägende Erfahrung meiner Kindheit heute wieder erleben darf, wann immer ich will. Als ich erfuhr, dass jeder Mensch luzides Träumen lernen kann und das, ohne dazu jahrelang in tibetanischen Gebirgszügen meditiert haben zu müssen, habe ich alles, was ich zu diesem Thema in die Finger bekommen habe, geradezu verschlungen und schnell herausgefunden, was funktioniert und was nicht. Ich machte es mir zur Aufgabe, ein praxisorientiertes Videoseminar zu erschaffen, das den nötigen Lernprozess so zugänglich wie nie zuvor machen sollte. Das Ergebnis darf ich Ihnen heute stolz in Form von http://www.lebedeinentraum.tv präsentieren.
Besuchen Sie mich doch einmal, wenn Sie mehr über das Thema Klartraum erfahren oder schon bald selbst luzides Träumen lernen möchten. Ich würde mich freuen, Sie bald in meinem Seminar begrüßen zu dürfen…
Bis dahin wünsche ich Ihnen jetzt aber schon einmal hellwache Träume!

Jens Thielmann


Vielen Dank, Jens, für diese spannende Artikelserie zum Luziden Träumen. Wir werden sicher noch von dir hören. Weiterhin viel Erfolg mit dem Online-Seminar!

{lang: 'de'}
10. Juli 2010 von admin

Wie Sie Ihre Träume vor der Reizüberflutung des modernen Alltags retten – Teil 2

Hier folgt der zweite Teil des Artikels “Wie Sie Ihre Träume vor der Reizüberflutung desmodernen Alltags retten”. Den ersten Teil finden Sie hier.

Wie Sie Ihre Träume vor der Reizüberflutung des modernen Alltags retten – Teil 2

Meist reißt uns der Wecker aus dem Schlaf, wir suchen hektisch nach dem großen Knopf, der dem gottlosen Lärm ein Ende bereitet und kurz nachdem wir unser Bewusstsein langsam wieder wachgerüttelt haben, wird es auch schon von den Problemen, Sorgen, Terminen und Pflichten des Alltags in eine Konferenzschaltung berufen. Diese Routine sollte wohl den Morgen eines großen Teiles unserer Bevölkerung treffend beschreiben. Für unsere Träume bedeutet dies jedoch jedes Mal ganz einfach „Datei löschen – Papierkorb leeren!“ Wir geben unserem Unterbewusstsein so nämlich nicht die geringste Chance, die Erinnerungen an die nächtlichen Erlebnisse in Zusammenarbeit mit unserem wachen Bewusstsein zu verarbeiten. Eine treffende Metapher dafür ist ein Kind, das seinem Vater stolz von einem Abenteuer in Nachbars Garten erzählen will, dieser jedoch zu sehr mit den aktuellen Quartalszahlen beschäftigt ist, als das er Zeit für diese Geschichte hätte.


Die ersten, wachen Minuten am Morgen entscheiden darüber, ob und wie Sie sich an Ihre Träume erinnern werden. Wenn Sie dieses Zeitfenster nicht nutzen, werden Sie auch fast immer daran scheitern, sich im Laufe des Tages an einen Traum zu erinnern. Um im Bild zu bleiben: Das Kind wird sich wohl am Wochenende, wenn der Vater endlich ein wenig Zeit für den Nachwuchs übrig hat, nicht mehr daran erinnern, was es Montagmittag zu erzählen gab.
Was können Sie also tun, wenn Sie gern wieder eine gesunde Fähigkeit zur Traumerinnerung aufbauen würden? Die zwei wichtigsten Schritte sind zum einen die Veränderung der persönlichen Einstellung gegenüber Ihren Träumen und Ihrem Schlaf, zum anderen, ein Traumtagebuch, dass Ihnen dabei hilft, Ihr Gedächtnis wieder zu trainieren und empfänglicher für die Inhalte und Situationen Ihrer Traumwelt zu machen. Wenn Sie Lust haben, können Sie in der kommenden Woche einmal einen kleinen Selbstversuch durchführen. Ich kann Ihnen versprechen, dass sich schon nach wenigen Tagen die ersten Erfolge bemerkbar machen werden. Dazu gehen Sie wie folgt vor:

1. Vor dem Einschlafen

Die Vorbereitung ist sehr wichtig und sollte trotz sehr minimalistisch wirkender Maßnahmen auf keinen Fall vernachlässigt werden. Nehmen Sie sich einen Notizblock und einen Stift zur Hand, notieren Sie das aktuelle Datum und die Zeit, zu der Sie voraussichtlich einschlafen werden und legen Sie das Schreibmaterial dann an einen Ort, an dem Sie es am Morgen sofort griffbereit haben.
Bevor Sie einschlafen, sollten Ihre letzten Gedanken voll und ganz auf die Intention gerichtet sein, sich am nächsten Morgen an Ihre Träume erinnern zu wollen. Überzeugen Sie sich selbst davon, dass Sie dieses Ziel problemlos erreichen werden.

2. Nach dem Aufwachen

Die ersten Minuten nach dem Aufwachen bilden ein immens wichtiges Zeitfenster, das sich sehr schnell wieder schließen kann und wie sie sich in diesen frühen Minuten verhalten, wird darüber entscheiden, wie groß Ihre Chancen sind, sich lebhaft an Ihre Träume zu erinnern. Sie müssen sich angewöhnen, nach dem Aufwachen Ihre Augen geschlossen zu halten und absolut still liegen zu bleiben. Ihr erster, klar gefasster Gedanke sollte „Was habe ich geträumt?“ sein. Ihre erste Erinnerung wird sich häufig auf die Situation des Traumes beziehen, die Sie als letztes erlebt haben. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie direkt aus einem Traum heraus aufgewacht sind.

Fortsetzung in Teil 3

{lang: 'de'}
5. Juli 2010 von admin